bliibe, bliebe
Schriftsprache
➔ bleiben
Textbeispiel
“Gottvodällinomol, da isch doch schad fürs Geld, wa mir s Hotel choschted, hät drum chürzli en Ruhe und Entspannung suechende Familienvater noch sire Urlaubsheimkehr brummled und sich entschlossen, s nöchscht Johr deheim z bliibe und sich zwüscheddurre in heimatlichen Gefilden irgendein gmüetliche, idyllische -hofen, -heim oder -ingen Ort z sueche, um sich dört für einigi Täg mit paar Büecher und mit Gedanken über Gott und die Welt endlich mol allei in d Stille zruck z zieh z chönne unter dem Motto: Fernseh-Chischte aus - und raus!”
Autor | Hubert Roth (Mundartautor) | Fenschtergügsler |
“Denn täted mir liebend gärn Vertraue fasse und, um bim Wanderbeispiil vum Aafang z bliibe, uf em markierte Wanderpfad au gärn hinter üsene Oberwanderer her dem Ziel zue gwaggle und viilicht sogar da Lied "Mir sind Dütschland" aastimme in de vertrauensvolle Annahme, dass ehrlichi Vorderlüt au würkli de Wanderplan im Sack hend.”
Autor | Hubert Roth (Mundartautor) | Fenschtergügsler |
“Wenn er vu de Sorge vu de Landwirt vezellt, wo Angscht um ihre Vieh hen, wo jetz wieder durch de Wolf bedroht wird, merkt mr, dass er genau weiß, dass alli im Dialog bliibe miän un dass mr Erfahrunge us Brandenburg oder us de Pyrenäe nit eifach uf de Schwarzwald ibertrage kann.”
Muettersproch-Gsellschaft | Alemannisch dunkt üs guet | Heft 2 2023
“Mir hänn Generalversammlig g haa, un hänn neu gwählt, dr neui Kassemeischter (Meisterinn). Aiies anderi isch bim alte bliebe.”
Autor | Muettersproch-Gsellschaft | Homepage
“Hänsele du Lumpehund, hoscht it gwißt, daß d" Fasnet kunnt, hetsch di Mul mit Wasser griebe, wär der "s Geld im Beitel bliebe.”
Autor | Narrenzunft-Überlingen | Bodensee
“Hänsele, du Lumpehund, häscht net gwisst, dass d`Fasnet kunnt. Hättscht de Mul mit Wasser griebe, wär der s`Geld im Beutel bliebe.”
Narrenspruch | Möhringen an der Donau |
Hinweis
Mir welle bliibe was mir sin - Wir wollen bleiben was wir sind
Alemannisch Lexikon
Im Alphabet davor
Alemannische Sprache
Ganz im Südwesten Deutschlands wird eine Sprache gesprochen, die Sprachwissenschaftler als Alemannisch bezeichnen. Die alemannische Sprache wird aber auch außerhalb Deutschlands in den angrenzenden Ländern und Sprachräumen geschwätzt, im Elsass, im österreichischen Vorarlberg, im deutschsprachigen Teil der Schweiz, im Fürstentum Liechtenstein und in einigen kleinen Sprachinseln Norditaliens.


