druurig, truurig
Schriftsprache
➔ traurig
Textbeispiel
“De Kopf lossi henke, nit traurig, nei froh. Ane Maidli mueßi denke, des isch go grad eso!”
Autor | Emil Gött (1864-1908) | Niederalemannisch
“Nanai, so darf da nit laufe - und scho gar nit, wenn es um üsi hoch Bundespolitik goht, wo die truurig Verzagtheit mit ihrer ständige Problemsuecherei mittlerwiili zu nere ächte dütsche Seuche worre isch, in dere viil z viil Wirtschaftsvoträter und anderi Klugschiißer unisono alles, aber au würkli alles wa die Politiker derzeit produziered, schlecht und wurmig redet und dodemit üs und üsi ganz Republik ständig verunsichered und verängstiged.”
Autor | Hubert Roth (Mundartautor) | Fenschtergügsler |
“Mii Jugendzit heißt truurig: Hungerliide ! Doch s Frohsii het mii all zuem Guete gmahnt und s Schicksal het au ohni Samt und Siide e frohe Lebensweg mir glücklich bahnt!”
Autor | Werner Richter (1929-2018) |
“Ebe, es isch wie im Herbscht, wenn d Blätter abegheied. Es stimmt üs truurig, doch mir wüssed, dass dem Vorgang en neue Früehling bevor stoht, en Lenz, dä alles wider denn.”
Autor | Hubert Roth (Mundartautor) | Fenschtergügsler |
Ähnliche regionale Varianten
➔ traurig
Alemannisch Lexikon
Im Alphabet davor
Alemannische Sprache
Ganz im Südwesten Deutschlands wird eine Sprache gesprochen, die Sprachwissenschaftler als Alemannisch bezeichnen. Die alemannische Sprache wird aber auch außerhalb Deutschlands in den angrenzenden Ländern und Sprachräumen geschwätzt, im Elsass, im österreichischen Vorarlberg, im deutschsprachigen Teil der Schweiz, im Fürstentum Liechtenstein und in einigen kleinen Sprachinseln Norditaliens.


