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Ensisheim | Ensisheim

Ensisheim

Ensisheim liegt in der Rheinebene des südlichen Elsass, rund 15 km nördlich von Mulhouse. Die Stadt ist umgeben von Feldern und Äckern und nahe der an den Abhängen der Vogesen liegenden elsässischen Weinberge. Verkehrstechnisch ist Ensisheim ist durch die Autobahn E 25 und die N 83 erschlossen. In Ensisheim wurden zahlreiche Hinweise darauf gefunden, dass schon zu Zeit der Kelten eine Siedlung bestand. Vermutlich bestand auch schon vor über 3000 Jahren ein häufig benutzer Weg, die von der Burgundischen Pforte über Ensisheim nach Breisach führte. Er wurde später von den Römern zu einer Straße ausgebaut. Die Römerstraße führte während der römischen Besatzungszeit bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. durch den Ort und linksrheinisch über Straßburg bis nach Köln.

Erstmals wird Ensisheim im Jahre 768 unter dem Namen "Engisehaim" urkundlich genannt. In der zweiten Hälfte der des 13. Jahrhunderts ließ König Rudolf I. von Habsburg ein Burg erbauen. Der Bau dieser Festungsanlage führte zu einer Verlagerung der Siedlung, welche sich nunmehr um die neu erbaute Burg entwickelte.

Im Jahre 1431 wurde durch Beschluss von Kaiser Sigismund der Sitz der Verwaltung über die habsburgischen Vorlande im Elsass, im Breisgau, vom Bodensee und vom Aargau nach Ensisheim verlegt. Das Hotel de la Régence erinnert noch heute an die Versammlungen und die verwaltungstechnische Aufgaben der vorderösterreichischen Hauptstadt. Der aus der Verwaltungstätigkeit sich entwickelnde Wohlstand der Stadt Ensisheim entwickelte sich im Laufe der Zeit enorm, davon zeugen noch heute zahlreich Reste früheren Befestigungsanlage und viele Bürgerhäuser im alten Stadtkern. In der Stadt lebten am Ende des 16. Jahrhunderts knapp 200 adelige Familien, die vor allem im Elsass als Grundherren begütert waren. Zwischen 1584 und 1634 wurden in Ensisheim auch Thaler geschlagen. Ensisheim galt nach Straßburg als wichtigste Münzstätte des Elsass.

Am 7. November 1492 schlug der so genannte "Ensisheim-Meteorit" in einem Acker vor den Toren der Stadt ein. Er gilt als der älteste gesicherte und dokumentierte Meteoritenfall Europas, von dem bis heute Material erhalten geblieben ist. Eine erste Beschreibung dieses Meteoriten durch Sebastian Brant Ende des Jahres 1492 erlangte große Verbreitung in Europa. Im Dreißigjährigen Krieg, der 1618 im Herzen Europas begann, wurde die Stadt sieben Mal verwüstet, die vorderösterreichische Verwaltung evakuiert und schließlich später in Freiburg in Breisgau wieder neu aufgebaut. Die Stadt erholte sich von den verheerenden Verwüstungen nie mehr ganz, vor allem da im Westfälischen Frieden von 1648 das habsburgische Elsass an die französische Krone abgetreten werden musste.

Unter der französischen Verwaltung erhielt Ensisheim einen königlichen und souveränen Rat, womit Ensisheim Hauptstadt der französischen Provinz Elsass wurde. Doch war die wiedergewonnen Bedeutung der Stadt nur von kurzer Dauer. Denn mit der kurzfristigen Rückkehr der kaiserlichen Truppen im Jahre 1674 wurden sämtliche Verwaltungsbereiche nach Breisach am Rhein verlegt, der Verfall und die zunehmende Bedeutungslosigkeit der Stadt schritt damit weiter voran. Ensisheim blieb schließlich, nachdem es nach kurzem kaiserlichem Zwischenspiel wieder unter französische Herrschaft kam, bis zur Französischen Revolution Hauptort des Amtsbezirkes. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen in den großen Minen der Abbau von Kali und damit ein wirtschaftlicher Aufschwung durch den Bergbau. Ensisheim erlitt im Zweiten Weltkrieg abermals erhebliche Zerstörungen. Die elsässische Stadt ist heute ein wichtiges kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Elsasses.
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Foto: Ensisheim

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