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Hexental

Zwischen Merzhausen bei Freiburg und Bollschweil am südlichen Ende des Schönbergs befindet erstreckt sich das Hexental. Die Hexentalgemeinden Au, Horben, Merzhausen, Sölden, Bollschweil und Wittnau bilden heute zusammen eine Verwaltungsgemeinschaft. Von Freiburg aus gesehen, beginnt das Hexental mit der Gemeinde Merzhausen. Doch erst am Ortsausgang spürt man den Beginn des Hexentals. Bis dahin wird der Eingang des Tales durch eine durchgehende Besiedlung charakterisiert. Merzhausen und Freiburg haben mittlerweile einen fließenden Übergang. Nur Kenner wissen ohne ein Blick auf das Ortsschild, ob sie noch in Freiburg sind oder schon im Merzhausen stehen. Nach einem leichten Anstieg und kommt als zweiter Ort die Gemeinde Au. Von Au geht auch eine Seitenstraße nach Horben hinauf. Nach Au folgt die Ortschaft Wittnau. Bei Wittnau besteht auch die Möglichkeit, über eine kleine Verbindungsstraße vorbei an der Berghauser Kapelle quer über den Schönberg zu fahren. Auf der westlichen Seite des Schönbergs erreicht man die Weinbaugemeinde Ebringen. Südöstlich von Wittnau liegt der kleine Weiler Biezighofen.

Nach Wittnau kommt die Gemeinde Sölden. Die erste urkundliche Erwähnung fand das Dorf im Jahre 805 n. Chr. als "Marca Selidon". Demnach wird Sölden also im Jahre 2005 sein 1200jähriges Jubiläum feiern können. Zwischen Sölden und Bollschweil zweigt noch eine Straße nach St. Ulrich ab. In St. Ulrich liegt seit dem 12. Jahrhundert einer der größten Taufsteine Süddeutschlands. Die Gemeinde Bollschweil wurde weit über seinen Grenzen hinaus durch seine berühmteste Bewohnern, die Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz, bekannt. Sie lebte viele Jahre in dem kleinen Ort am Südhang des Schönbergs und beschrieb Bollschweil in einigen ihrer Bücher. Am Ausgang des Hexentals beginnt das Markgräflerland. An den Felshängen des Ölbergs fand man zahlreiche Spuren steinzeitlicher Menschen. Ebenso entdeckte man in den nahen Wäldern Spuren einer keltische Siedlung und einer mittelalterlichen Burg. Doch von beiden frühzeitlichen Siedlungen haben sich kaum sichtbare Reste erhalten können.

Für Verwirrung sorgt auch der Name des schönen Tales. Im Begriff Hexental steckt unübersehbar das Wort Hexe. Mit Sicherheit gab es im Hexental auch mal Hexen und Zauberer, davon zeugen bis heute zahlreiche Geschichten und Sagen. Doch der Wortstamm "Hex" im heutigen Hexental kommt aus der Keltischen Sprache. Bei den Kelten bedeutete das Wort "Hags" Gebüsch bzw. Hecke. Mit der Zeit wurde aus "Hags" umgangssprachlich das Wort Hexe abgeleitet. Während des Mittelalters war es auch üblich, die eigenen Höfe, Acker und das Weideland mit Hecken und anderen Pflanzen zu umzäunen. Damit versuchte man, das Wild von den Feldern fern zu halten, damit die Ernte nicht verloren ging.


Au
Am Nordrand des Hexental liegt die Gemeinde Au. Erstmals wurde sie in karolingischer Zeit um 868 n. Chr. erwähnt, als ein Fürst namens Toto dem Kloster Sankt Gallen einen Weinberg bei Au überschrieb. Es wird gerne darüber spekuliert, ob Hartmann von Aue hier in Au gelebt hat und ein Ministerialer der Zähringer Herzöge war. Erwähnenswerte Kunstschätze sind eine Barockmadonna und die Figur Johannes des Täufers. Der Naturlehrpfad Schönberg erläutert Blumen und Pflanzen. Besonders interessant ist der Schönberg für Geologen, weil besondere Sedimentgesteine zu finden sind.

Bollschweil
Am Ausgang des klimatisch milden Hexentales gelegen, gehört Bollschweil zu den Orten, wo sich Zeugnisse frühester menschlicher Besiedelung nachweisen lassen. Marie-Luise Kaschnitz verewigte das Dorf in ihren literarischen Liebeserklärungen.

St. Ulrich
Von Bollschweil führt ein Sträßchen durch das Möhlintal in den 5 km südöstlich gelegenen Ortsteil St. Ulrich. Die barocke Pfarrkirche St. Ulrich sowie die Propstei gehörten zu einer im 11. Jh. gegründeten und 1806 säkularisierten Klosteranlage.

Taufstein St. Ulrich
Eine Besonderheit für den Kunstfreund findet sich im Möhlintal bei der Klosterkirche St. Ulrich. Der romanische Taufstein stammt wahrscheinlich aus dem einstigen Kloster Cluny im französischen Burgund.

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