Anzeige

Freiburg (Breisgau) | Salzstraße Freiburg

Salzstraße Freiburg

Die Salzstraße ist eine historische Straße in der Altstadt von Freiburg im Breisgau, die am Freiburger Bertoldsbrunnen beginnt und in östlicher Richtung zum Schwabentor verläuft. In der Geschichte gehörte die Salzstraße vor und auch nach der Gründung Freiburgs zur wichtigsten Ost-Westverbindung des Breisgaus. Als Freiburg noch nicht existierte, verlief bereits zur Zeit der Kelten ein Weg vom Dreisamtal im Osten nach Umkirch und Breisach im Westen. Sie verband die Siedlungen am Rande des Hochschwarzwalds im Dreisamtal mit dem westlichen Breisgau, wo sich ebenfalls keltische Siedlungen befanden, unter anderem auf dem Breisacher Münsterberg und dem Limberg bei Sasbach. Vor dem heutigen Freiburger Schwabentor bestand ein Übergang über die Dreisam, die damals noch wesentlich näher mit ihren zahlreichen Flussarmen an der Freiburger Altstadt vorbeifloss. Als die Zählringer Herzöge zu Füßen ihrer Burg auf dem Schlossberg Freiburg den Markt bzw. die Stadt Freiburg gründeten, blieb der alte Wegverlauf erhalten. Daher besitzt die Salzstraße bis heute einen kurvigen Verlauf, im Gegensatz zu den meisten anderen Straßen der Altstadt.

Gleich zu beginn wurde auch das Salzhaus an der Straße errichtet, was der Salzstraße ihren heutigen Namen gab. Salz war im Mittelalter ein sehr wertvolles Gut, dem eine große ökonomische Bedeutung zukam. Man ließ von weitem große Wagenladungen mit Salz in die Stadt bringen und verkaufte es in kleinen Einheiten an die Freiburger Bürger. Dabei war das Salzhaus in städtischer Hand, also ein sehr frühes städtisches Unternehmen. Später zog das Salzhaus in das alte Kaufhaus am Münsterplatz bzw. in der Schusterstraße um, der Name Salzstraße existiert aber bis heute noch weiter. Im Jahr 1770 besuchte Freiburg ein berühmter Gast. Es war die Tochter des Kaisers von Österreich, Marie Antoinette. Auf ihrer Durchreise zum französischen Hof, dort bereitete man die Heirat mit dem den König von Frankreich vor, verweilte sie für zwei Tage in der Stadt und schlief im Hause des Grafen von Kageneck. Dieses besondere Ereignis veranlasse die euphorische Freiburger Bevölkerung, die Salzstraße in Dauphinenstraße umzubenennen. Diese Namensänderung blieb nur für kurze Zeit bestehen. Zu sehr war die Salzstraße in den Köpfen der Menschen verwurzelt.

Gestern wie heute ist die Salzstraße neben der Kaiser-Joseph-Straße und der Herrenstraße eine Nobelgasse. Bedeutende historischen Bauten in der Salzstraße reichen vom mittelalterlichen Erbe bis zum prunkvollen Barock. Hier hatten zahlreiche Adlige aus Südwestdeutschland ihre Stadtwohnungen. Glücklicherweise ist ein Teil der Salzstraße trotz des schlimmen Luftangriff auf Freiburg (27.11.1944) erhalten geblieben. Das markante Gebäude Palais Sickingen ist ein Hauptwerk des Übergangs vom Spätbarock zum frühen Klassizismus. Nach Kriegszerstörungen ist heute die historische Fassade erhalten, hinter der sich das Landgericht Freiburg befindet. Das Haus Zum Herzog stammt in seiner heutigen Form aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Es diente einst der habsburgischen Regierung als Verwaltungssitz und beherbergte viele Jahre das Stadtarchiv. Das Kagenecksche Haus wurde erstmals 1460 erwähnt und besticht durch seinen Staffelgiebel sowie die hohen Erdgeschoss-Arkaden. Das Haus Zum roten Basler Stab ist ein historischer Gebäudekomplex, dessen Geschichte sich bis in die mittelalterliche Siedlungsgeschichte zurückverfolgen lässt.

Salzstraße Freiburg

 Straße in der Freiburger Innenstadt

79098 Freiburg im Breisgau

📍 Standort auf Stadtplan anzeigen

Passende Themen zu "Salzstraße Freiburg"

Zur Großansicht von  Salzstraße Freiburg

Foto: Salzstraße Freiburg

Straßengeschichten rund um Freiburg (Breisgau)

Historische Hintergrundinfos, Straßengeschichten und Anekdoten zu den Gassen und Wegen in der Umgebung von "Salzstraße Freiburg". Die Geschichte hinter der Namensgebung, geschichtliche Ereignisse.