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Emmendingen | Hochburg Emmendingen
Hochburg Emmendingen

Hochburg Emmendingen

Die Hochburg zählte einst zu den größten Wehranlagen Süddeutschlands. Die Ruine liegt am Nordzipfel des Hachbergs zwischen Windenreute bei Emmendingen und der Gemeinde Sexau, beides Orte im Landkreis Emmendingen. Seit 1971 besteht zur Erhaltung der Hochburg der Verein zur Erhaltung der Ruine Hochburg e.V.. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die dem Land Baden-Württemberg gehörende Ruine zu erhalten und zu pflegen.

Grundriss 1680 - Hochburg Emmendingen
Bereits im 11. Jahrhundert ließen die Herzöge von Zähringen eine Burg auf dem Hornberg (357m) bauen. Die Markgrafen von Hachberg, erste Bewohner und vermutlich die Bauherren der ersten überlieferten Burg, waren Ministeriale der Zähringer Herzöge. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf eine Urkunde des Bischoff von Konstanz aus dem Jahre 1127 zurück. Schon Mitte des 12. Jahrhunderts geht die Burg in den Besitz der Markgrafen von Baden über. Dies Seitenlinie der Markgrafen von Baden, die nun auf der Burg wohnhaft ist, nennt sich von nun an "von Baden Hachberg". Doch die Markgrafen von Baden-Hachberg sind verschuldet und verarmen im Laufe der nächsten 2. Jahrhunderte. Dies könnte auch im Zusammenhang mit dem Aussterben der Zähringer Herzöge stehen, die bereits Mitte des 13. Jahrhunderts keine Nachkommen mehr hatten und deren Erbe zunehmend verfiel. Die Burg wird 1415 vom Markgraf Bernhard von Baden von seinen veramten Verwandten abgekauft. Im Laufe der Zeit mausert sich die Burg nun wieder zu einer uneinnehmbaren Festung.

Oberburg Hochburg Emmendingen
Um 1424, es ist die Zeit der Kriege des Oberrheinischen Städtebundes gegen die Markgrafen von Baden, wird die Ortschaft Emmendingen zerstört, während die Burg sich unbeschadet halten kann. Sie dient in dieser Zeit auch der Emmendinger Bevölkerung als Fluchstätte in schwierigen Zeiten. Im Bauernkrieg 1525 versuchen die Bauern vergeblich, die Burg zu stürmen und zu zerstören. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts reicht die mittelalterliche Bauweise zur Verteidigung nicht mehr aus. Die Burg wird den militärischen Erfordernissen angepasst und die Anlage erhält mehrere Bastionen rund um die Burg herum. Doch auch die dickste Mauern hält einer dauerhaften Belagerung nicht stand. So stehen Truppen im Dreißigjährigen Krieg zwei Jahre lang rund um die Hochburg, bis die Verteidiger sich ergaben und die Burg anschließend geschliffen (zerstört) wurde.

Hochburg Emmendingen: Remise Südansicht
Die Habsburger, zentrale politische Macht in Südbaden, kamen in Konflikt mit der aufstrebenden Großmacht Frankreich, so dass die Festung um 1665 an dieser strategisch wichtigen Stelle wieder aufgebaut und vergrößert wurde, da der Breisgau an der Grenze zu Frankreich strategisch wichtig war. Allerdings wurde der Breisgau in einem Friedensabkommen Frankreich zugesprochen, so dass die Habsburger vorsorglich die gerade aufgebaute Festung wieder zum Großteil zerstörten. Was die Habsburger nicht zerstörten, sprengten 1688 schließlich Französische Truppen. Danach verfiel die Burg und wurde Teilweise als Steinbruch benutzt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts beginnen erste Maßnahmen zu Erhaltung der Burg. Die Burg zählt heute zu den landeseigenen Monumenten und wird von der Anstalt Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg betreut.

Hochburg Emmendingen: Blick Sexau
Seit 1971 arbeitet ein Verein ehrenamtlich zur Erhaltung und Betreuung der Burganlage. Er freut sich über jede Unterstützung. Eine ständige Arbeitsgruppe ist seit der Vereinsgründung an vielen Wochenenden auf der Ruine tätig. Als zusätzliche Helfer kommen immer wieder Vereine, Behörden oder andere Gruppen zur Unterstützung auf die Ruine. Extra Werbung für die Arbeitsgruppe muss man hier sicherlich keine machen, Hilfe wird bei einer so großen Ruine immer gesucht und gebraucht. Seit 2010 wird jährlich von April bis Oktober am Samstag, Sonn- und Feiertagen mit einer Vesperhütte für das leibliche Wohl der Besucher auf der Hochburg gesorgt. Informationen über Führungen, Öffnungszeiten der Oberburg und mehr über die Homepage des Vereins zur Erhaltung der Ruine Hochburg.

Anfahrt
Die Hochburg bei Emmendingen ist mit dem Öffentlichen Nahverkehr erreichbar. Der Stadtbus Emmendingen (Linie 5) der Stadtwerke Emmendingen fährt vom ZOB Emmendingen bzw. vom Bahnhof Emmendingen nach Windenreute und hält an der Haltestelle Hochburg.

Burgmuseum Hochburg
Das Burgmuseum Hochburg informiert vor Ort über die Bau- und Entwicklungsgeschichte der Hochburg. Im ehemaligen Wein- und Vorratskeller der Hochburg sind zahlreiche Fundstücke zu sehen, die bei Arbeiten auf dem Burggelände gefunden wurden. Zusammen mit Informationstafeln und Bilddokumenten geben sie eine anschauliche Vorstellung vom Leben auf der Hochburg.

Führungen Burg- und Festungsruine Hochburg
Unter der Regie des Hochburgvereines werden nach Vereinbarung verschiedene Führungen durch die Burg- und Festungsanlage sowie das Museum angeboten. Dabei werden lebendig und informativ die Geschichte der Burg, ihre Gebäude und deren Funktion erläutert. Auf Wunsch werden die Rundgänge durch den kundigen Burgführer in historischer Gewandung durchgeführt. Führungen richten sich an interessierte Schulklassen, Vereine oder andere Gruppen, die die Hochburg und deren Geschichte erleben möchten.

Öffnungszeiten und Preise
Die Emmendinger Hochburg ist tagsüber frei zugänglich. Bei Dunkelheit und Gewitter sollte man die Ruine sofort verlassen. Die Besichtigung der Hochburg ist kostenlos.

Schulbauernhof Domäne Hochburg
Der Schulbauernhof Domäne Hochburg unterhalb der Burgruine Hochburg bietet eine große Vielfalt an Bildungsangeboten und vielen Veranstaltungen im Jahr, an denen Tausende Kinder teilnehmen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht dabei die direkte Begegnung der Kinder mit den Tieren auf dem Hof.

Schwatzhüsli Hochburg
An Wochenenden und Feiertagen kann man im Schwatzhüsli, einer Vesperhütte und Kiosk für Wanderer, im Burghof der Hochburg regionale Spezialitäten mit schönem Ausblick ins Tennenbacher Tal genießen.

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Die Burgruine Hochburg zählt zu den landeseigenen Monumenten und wird von der Anstalt Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg betreut. Diese Anstalt verwaltet und vermarktet die bedeutendsten Schlösser, Burgen, Klöster und Gärten im Besitz des Landes Baden-Württemberg.

Vierburgenweg über die Hochburg
Der Vierburgenweg führt am Westrand des Schwarzwaldes und seiner Vorberge durch die vielgestaltige Landschaft des nördlichen Breisgaus. Er lädt neben der Hochburg Emmendingen auch zum Entdecken der Kastelburg bei Waldkirch, der Burgruine Landeck und der Burg Lichteneck (Breisgau) bei Hecklingen ein. Der Vierburgenweg ist in der Region vom Schwarzwaldverein mit einer gelben Raute und zusätzlich mit dem Namen Vierburgenweg ausgeschildert.

Wanderung zur Hochburg
Ideale Ausgangspunkte für einen kleinen Spaziergang auf die Burgruine sind die Naturerlebnisanlage Sexau bei der Hochburghalle Sexau und der Waldspielplatz Sexau. Von hier läuft man in rund 30 Minuten durch den Wald entlang des Hachbergs zur Burgruine. Der Bahnhof Kollmarsreute und der Bahnhof Emmendingen ermöglichen die Anreise per Bahn. Von den Bahnhöfen läuft man in einer guten Stunde zur Burg.

Verein zur Erhaltung der Ruine Hochburg
Seit 1971 wird die Burganlage durch den Verein zur Erhaltung der Ruine Hochburg mit Sitz in Emmendingen und seinen regelmäßigen Helfern in ehrenamtlicher Arbeit betreut. Seit 2007 ist der Verein Pächter der Burgruine, die sich im Besitz der Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg befindet.

Hochburg Emmendingen

 Burg- und Festungsruine Hochburg bei Emmendingen

79312 Emmendingen-Windenreute

www.hochburg-emmendingen.de

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Burg- und Festungsruine Hochburg Emmendingen

Foto: Burg- und Festungsruine Hochburg Emmendingen

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