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Loßburg | Loßburg

Loßburg

Die Gemeinde Loßburg ist ein Luftkurort im Landkreis Freudenstadt. Die Gesamtgemeinde besteht aus dem Kernort Loßburg mit dem Weiler Rodt sowie den Ortsteilen Betzweiler, Lombach, Wittendorf, Sterneck, Schömberg und Wälde. Lossburg liegt im Herzen des nördlichen Schwarzwaldes in einer Höhe von 600-800 Metern. Auf der Gemarkung von Loßburg entspringt die Kinzig, die nach 95 km bei Kehl in den Rhein mündet. Die Gemeinde liegt darüber hinaus verkehrsgünstig an der Bundesstraße 294 Pforzheim -Freudenstadt-Freiburg und an der Bahnstrecke Eutingen-Freudenstadt-Hausach. Die Entfernung zur Kreisstadt Freudenstadt beträgt nur sieben Kilometer. Der auf der Gemarkung liegende Loßburger Pass, in der Geschichte nie von großer Bedeutung, ist mit 665 m zwar einer der niedrigsten des mittleren Schwarzwaldes, dennoch wurde er erst im 19. Jahrhundert, vor allem durch die 1886 eröffnete Kinzigtalbahn verkehrsmäßig erschlossen.

Loßburg ist in einer Urkunde im Jahre 1282 erstmals genannt. Sowohl der Ortsname Loßburg als auch der trotz teilweiser Überbauung noch deutlich sichtbare "Schlossbuckel" halten die Erinnerung an die Grafen von Sulz wach. Sie hatten die nach 1252 an die Geroldsecker übergegangene gleichnamige Herrschaft im Mittelalter inne. Die Burg wurde von den letzteren Herren zwischen 1252 und 1272 erbaut. Noch 1975 wurde davon bei einer Baumaßnahme das Fundament eines mächtigen Rundturmes entdeckt. Noch im Jahr 1493 ist von einer Schlosskapelle, um 1567 aber nur noch von einem einer abgegangenen Burg die Rede.

Der von den Herren von Geroldseck versuchten nach ihrer Herrschaftsübernahme um das Jahr 1300 den Ort zur Stadt zu erheben, was aber auf Dauer keinen Erfolg hatte. Aber das Marktrecht hat dafür die Jahrhunderte überdauert. Nachdem die Schenkenzeller Linie derer von Geroldseck Loßburg zusammen mit Lombach und Schömberg ab 1468 für längere Zeit an Württemberg verpfändet hatte, musste sie aus finanziellen Gründen 1501 die gesamte Herrschaft, die damals außer Loßburg, Lombach und Schömberg und weitere Orte umfasste, an das Kloster Alpirsbach verkaufen. Die durch Kaiser Maximilian 1504 erfolgte Belehnung mit dem Blutbann wurde 1530 von Kaiser Karl V. bestätigt.

Im Bauernkrieg kamen bedeutende Anführer aus dem Schwarzwaldort. Aus Loßburg stammt unter anderem der stark militante Bauernführer Thomas Maier. Er plünderte im Bauernkrieg mehrere Burgen der Region. Nach seiner Gefangennahme im Zinsbachtal und nach der 1525 verlorenen Schlacht bei Böblingen wurde er zusammen mit seinem Leutnant Philipp Müller, ebenfalls aus Loßburg stammend, mit anderen Bauernführern enthauptet.

Nach der im Herzogtum Württemberg durchgeführten Reformation verblieb Loßburg mit der gesamten Herrschaft beim Klosteramt Alpirsbach. Nach dessen Auflösung zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das ganze Gebiet der alten Herrschaft Loßburg mit Ausnahme von Schömberg dem Oberamt Freudenstadt (heute Landkreis Freudenstadt) zugeteilt, dem Lossburg noch heute angehört. Im Zuge von Eingemeindungen und der Gemeindereform vor rund 30 Jahren kamen vor in den letzten Jahrzehnten viele selbstständige Orte zu Lossburg hinzu. Zuletzt entschloss sich 2007 der Ort Betzweiler-Wälde für die Eingemeindung zu Loßburg.

Betzweiler-Wälde
Die Geschichte von Betzweiler beginnt mit der ersten urkundlichen Erwähnung in der zweiten Gründungsnotiz des Klosters Alpirsbach, die 1123 ausgestellt wurde. Die erste Nachricht von Wälde stammt aus der Zeit um 1100. Der Grundstein zur Vereinigung von Betzweiler und Wälde wurde 1970 gelegt. Im Jahr 2007 wurde das vereinigte Betzweiler-Wälde
in die Gemeinde Loßburg eingegliedert.

Lombach
Lombach liegt nordöstlich von Loßburg. Der dem Zisterzienserkloster Bebenhausen von den Pfalzgrafen von Tübingen geschenkte Lombacher Besitz wurde dem Kloster 1229 von Papst Gregor IX. bestätigt. Diese päpstliche Bestätigung der Schenkung ist der erste schriftliche Nennung von Lombach. 1974 erfolgte die Eingemeindung nach Loßburg.

Rodt
Der Ortsteil Rodt ist wesentlich älter als Loßburg und schließt sich nördlich an die Hauport an. Eine erste urkundliche Nennung von Rodt stammt aus dem Jahr 1319. Erst 1991 wurde an der nördlichen Markungsgrenze von Rodt am so genannten "Silbersteigle" Reste eines Silberstollens entdeckt. Dies sind zur Zeit die einzigen noch vorhandenen Spuren von früherer Bergbautätigkeit auf der Gemarkung der Gemeinde Loßburg. Die Eingemeindung von Rodt erfolgte bereist 1938.

Schömberg
Der Ortsteil Schömberg wird urkundlich erstmals 1275 genannt. Auf dem sich südlich von Schömberg erstreckenden Heilenbergs wurden die Überreste eines abgegangenen Ortes vermutet. Im dortigen Gewann Höfle wurden 1989 unter einer Kohlplatte die Überreste einer mittelalterlichen Glashütte entdeckt. 1974 erfolgte die Eingemeindung nach Loßburg.

Sterneck
Der Ortsteil Sterneck liegt südöstlich von Loßburg. Sterneck ist aus dem Maierhof der gleichnamigen Burg über dem Heimbachtal hervorgegangen und erst 1828 durch Abtrennung von Fürnsal zur selbstständigen Gemeinde geworden. 1971 erfolgte die Eingemeindung nach Loßburg.

Vierundzwanzig Höfe
Der Name der erst 1831 zur selbstständigen Gemeinde zusammengefassten und aus Einzelhöfen und Weilern bestehenden Streusiedlung erklärt sich aus der Zusammenlegung der 18 Höfe, die zum Ehlenboger und der 5 Höfe, die zum Peterzeller Stab des einstigen Klosteramts Alpirsbach gehörten sowie des 1805 zur Herrschaft Sterneck zählenden Schwenkenhof (früher Edelmännische Trollenberg). Obwohl die Höfe erst 1831 als 24-Höfe bezeichnet wurden, ist der Name dennoch bereits 1702 nachgewiesen.

Wittendorf
Der Ortsteil Wittendorf liegt östlich des Hauptortes Loßburg. Urkundlich erscheint Wittendorf erstmals im Jahr 1143, aber die Ausgrabung alemannischer Reihengräber lässt eine wesentlich frühere Besiedlung annehmen. 1971 erfolgte die Eingemeindung nach Loßburg.

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