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Gaienhofen | Gaienhofen

Gaienhofen

Gaienhofen ist eine Gemeinde im Landkreis Konstanz und liegt auf der Halbinsel Höri zwischen dem Zeller See und dem Untersee. Die Gemeinde Gaienhofen besteht seit der Gemeindereform 1974 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Gaienhofen, Gundholzen, Hemmenhofen und Horn.

Steinzeitliche Funde und Pfahlbaureste in der Nähe der Schiffslände lassen eine sehr lange Besiedlungsgeschichte vermuten. Alemannengräber aus dem 7. und 8. Jahrhunderts n.Chr. zeigen, dass sich auch nach den Wirren der Völkerwanderungszeit Menschen Dauerhaft in Gaienhofen niederließen. Eine erste urkundliche Erwähnung folgt im Jahr 1155 als "Gegenhoven".

Jahrhundertelang war Gaienhofen das Kernstück der Besitzungen der Bischöfe von Konstanz in der Höri. Von der alten Burg in Gaienhofen aus unternahmen die Kirchenfürsten ihre von Friedrich Barbarossa 1155 bestätigten Jagdausflüge in den ausgedehnten Wäldern des Waldes (Höri-Forst) auf der Höri. Von hier aus verwalteten bis 1803 die adeligen Obervögte das kleine Territorium des Bischofs.

Die bischöflich-konstanzische Vogtei in der Höri, bzw. das Amt Gaienhofen, umfasste außer dem Verwaltungsmittelpunkt Gaienhofen die Dörfer Hörn, Hornstaad, Gundholzen, halb Iznang und Weiler. Dazu gehörten auch die Höfe Unter- und Oberbalesheim sowie das Kloster Grünenberg. Der bischöflich-konstanzische Besitz in der Höri wurde 1803 säkularisiert und gehörten dann zum neu gebildeten Großherzogtum Baden.

Heute ist Gaiernhofen ein bekannter und beliebter Urlaubsort in der Ferienregion Bodensee. Berühmte Dichter und Maler wurden von der Halbinsel Höri inspiriert und haben ihr den Beinamen "Künstlerlandschaft" verliehen. Zu ihnen gehört unter anderem der Dichter Hermann Hesse, der von 1904 bis 1912 in Gaienhofen wohnte.

Sein ehemaliges Wohnhaus ist heute als Museum zugänglich: das Hermann-Hesse-Höri-Museum neben der kleinen Mauritiuskapelle im alten Ortskern nahe des Rathauses, Hesses 2. Wohnhaus (1907-1912) ist heute ebenfalls öffentlich zugänglich. Eine weitere Sehenswürdigkeit in Gaienhofen ist die sogenannte "Dix-Kurve".

Das ehemalige Schloß der Bischöfe von Konstanz beherbergt heute eine Evangelische Internatsschule, das Ambrosius-Blarer-Gymnasium direkt neben der Melanchthonkirche. Die Schule befindet sich direkt am Seeufer, nahe der Anlegestelle für die Kursschifffahrt. Dort legt auch die "Höri-Fähre" nach Steckborn an.


Gundholzen
Gundholzen gilt als das kleinste und ruhigste Höridorf, nordöstlich von Gaienhofen gelegen. Bei Gundholzen steht ein Wasserturm, der als beliebter Aussichtpunkt tolle Ausblicke in die Region ermöglicht.

Hemmenhofen
Hemmenhofen liegt südwestlich von Gaienhofen am Ufer des Untersee. Der namhafte Maler Otto Dix wirkte neben Hesse ebenfalls auf der "Höri" und hinterließ einige Werke in seiner früheren "Werkstatt", dem heutigen Otto-Dix-Haus in Hemmenhofen.

Horn
Horn liegt nordöstlich vom Kernort Gaienhofen an der Spitze der Halbinsel Höri und ist umgeben von artenreichen Schutzgebieten. Als Wahrzeichen der Höri gilt die Kirche von Horn mit ihrem alten Kirchfriedhof umd einem tollen Ausblick auf die Region.
Gaienhofen

Foto: Gaienhofen

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