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Wolfach | Fasnet in Wolfach

Fasnet in Wolfach

Die Fasnet in Wolfach blick auf eine lange Geschichte zurück. Fastnachtsspiele in Wolfach werden schriftlich überliefert bereits seit 200 Jahren aufgeführt - wie etwa das Stück von der "Altweibermühle in Tripstrill". Eine organisatorische Besonderheit der Wolfacher Fasnet ist die freie Narrenzunft Wolfach. Sie ist kein eingetragener Verein, kennt keine Vereinsbeiträge und auch keine Mitgliederliste. Dennoch schafft es die Narrenzunft Wolfach, ein umfangreiches Programm in der 5. Jahreszeit auf die Beine zu stellen. Die Figuren in der Wolfacher Fastnacht sind Schellenhansel, Mehlwurmhansel, Röslehansel, Nussschalenhansel und die Alte Rungunkel. Einen ersten Höhepunkt in der Wolfacher Fasnet ist der Tag vor dem Schmutzigen Donnerstag. Der Herold der Grafen zu Wolva ruft am Mittwoch vor versammeltem Narrenvolk die Fasnet aus. Aus diesem feierlichen Anlass treten am Abend im Fackelschein die Hansel auf. Mit der Elfemesse startet die Fasnet am Schmutzigen Donnerstag. Um 10.30 Uhr beginnt der erste große Umzug in Wolfach. Vorneweg springen die verschiedenen Hanselgruppen, hinterher marschieren Stadtmusikanten un Trommler. Die Kinder können Brezeln erbeuten, indem sie eifrig die Wolfacher Fasnetsprüche den Narren zurufen.

Der Fastnachtsmontag, im mittleren Kinzigtal wird er auch Schellenmendig genannt, ist für die Wolfacher der wichtigste Tag: Um halb sechs morgens treffen sich die Narren zum so genannten "Wohlauf", einem traditionellen Wecken der Wolfacher Bürger. Die Narren und der Wohlaufmann erscheinen in Nachthemd, Zipfelmütze und weißen Strümpfen. Die tragen in ihren Händen Laternen und sind mit Lärminstrumenten bewaffnet. Mit ohrenbetäubendem Krach ziehen sie dann durch die Straßen von Wolfach. In seinem rollenden Bett wird der "Wohlaufmann" durch die Stadt gefahren und an den Stellen, an denen früher der Nachtwächter sang, gibt er nun sein "Wohlauflied" zum Besten. Am Nachmittag gibt es einen großen Umzug und die historischen Fastnachtsspiele.

Am Fastnachtsdienstag beginnt um 17 Uhr erneut ein einzigartiges Spektakel in Wolfach: der historische Nasenumzug. Die Jacken werden verkehrt herum getragen, besondere Hüte werden auf dem Kopf platziert und mit irren Nasen im Gesicht ziehen die Narren laut lärmend durch die Stadt. Jegliches Instrument – das Krach macht - ist erlaubt. Teilnehmen dürfen allerdings nur Männer, was wiederum manche Frauen dazu motiviert, ihr Glück verkleidet zu versuchen. Dies wiederum kann mit einem kühlen Bad in einem der Wolfacher Brunnen enden, denn auch die Gleichberechtigung unterliegt an der Fasnet vorübergehend den närrischen Gesetzten. Am Aschermittwoch ziehen die Narren dann heulend und wimmernd - in Frack und Zylinder bestens gekleidet - zunächst zum Finanzamt und anschließend zum Stadtbrunnen, um dort ihre Geldbeutel zu waschen. Damit ist die Fasnet in Wolfach abgeschlossen und dann heißt es stets: Un immer dra denke, ´s goht degege.

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