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Schwarzwaldbahn

Als Schwarzwaldbahn bezeichnet man eine zweigleisige, elektrifizierte Hauptbahn in Baden-Württemberg, die von traditionell von Offenburg nach Singen am Hohentwiel führt. Die Schwarzwaldbahn gilt als eine der schönsten Eisenbahnstrecken Europas. Sie wurde im Zeitraum von 1863 bis 1873 zwischen den Städten Offenburg und Villingen mit Weiterführung bis nach Singen nach den Plänen des badischen Eisenbahn-Ingenieurs Robert Gerwig erbaut. Einer der Grundsätze von Robert Gerwig war: Wenige Brücken - viele Tunnel. Der geniale Eisenbahnbaumeister musste in jener Zeit etwas planen und umsetzten, das als unmöglich galt. Doch sein Rezept für diese schwierige Aufgabe hatte einen Namen: Kehrschleifen. Die Schwarzwaldbahn windet sich größtenteils am Hang durch den Schwarzwald und ist regelrecht am Berg "befestigt". Auf Brücken konnte dadurch fast ganz verzichtet werden. Verglichen mit anderen Gebirgsbahnen stellte das eine echte Revolution dar. Die eigentliche Besonderheit sind jedoch die vielen Tunnels und die beiden Kehrschleifen, die bei der Schwarzwaldbahn erstmals angewandt wurden, um den extremen Höhenunterschied zwischen Hornberg und Sommerau ohne außergewöhnlich Steigungen zu bezwingen. Rund 448 Höhenmeter überwindet die Schwarzwaldbahn zwischen Hornberg (384 m ü. NN) und Sommerau (832 m ü. NN) und das mit einer maximalen Steigung von nur 20 Promille. Möglich wurde dies durch einen ingenieurtechnischen Trick: Die Luftlinie von elf Kilometer zwischen Hornberg und Sommerau wurde auf eine Bahnstreckenlänge von 26 km verlängert. Dazu mussten zwei Kehrschleifen gebaut und 36 Tunnel unter härtesten Bedingungen in den Fels getrieben werden.

Mit dem Bau des Streckenabschnittes Offenburg - Hausach wurde 1865 begonnen. Im Juli 1866 fuhren zwischen diesen beiden Städten die ersten Züge. Im September 1866 wurde der Abschnitt Singen - Engen in Betrieb genommen, im Juni 1868 war Donaueschingen angeschlossen und im August 1869 folgte Villingen. Die Verbindung zwischen Singen und Konstanz war bereits im Juni 1863 geschaffen worden. Die Fertigstellung der schwierigen Gebirgsstrecke Hausach und Villingen dauerte etwas länger. Vor allem der deutsch-französische Krieg im Jahr 1870 verzögerte die Bauarbeiten, da die deutschen Arbeiter zum Militär eingezogen und die italienischen Gastarbeiter in ihre Heimat zurückgingen. Erst ab 1871 wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen.am 10. November 1873 war die Schwarzwaldbahn schließlich von Offenburg bis Konstanz durchgehend fahrbereit. Zu den Besonderheiten der Schwarzwaldbahn gehören, das sie unter anderem mit nur einem größeren Viadukt auskommt, das in Honrberg steht. Dafür gibt es sehr viele Tunnel, alleine zwischen Hausach im Kinzigtal und St. Georgen im Schwarzwald gibt es37 Tunnels an der Schwarzwaldbahn. Darüber hinaus unterquert die Schwarzwaldbahn auf ihrem Weg von Norden nach Süden zweimal die europäische Hauptwasserscheide in einem Tunnel: im 1697 Meter langen Sommerauer Tunnel zwischen Triberg und St. Georgen und im 900 Meter langen Hattinger Tunnel zwischen Immendingen und Engen.

Am 26. Juni 1972 erfolgte der lang ersehnte Startschuss zur Elektrifizierung der Schwarzwaldbahn. Am 28. September 1975 wurde der elektrische Betrieb zwischen Offenburg und Villingen aufgenommen. Zwei Jahre später war dann auch der Streckenabschnitt Villingen - Konstanz elektrifiziert. Die Elektrifizierungsarbeiten entlang der Schwarzwaldbahn hatten sich insbesondere in den zahlreichen Tunnels waren teils sehr aufwendig, da das Gleise dort tiefer gelegt werden mussten. Betreiber der Schwarzwaldbahn ist die DB Regio AG, Regionalverkehr Südbaden, mit Sitz in Freiburg. Die Strecke führt durch 5 Verkehrsverbünde und über 24 Kommunen liegen entlang der Strecke. Seit Fahrplanwechsel im Dezember 2006 kommen modernste Doppelstockfahrzeuge und Lokomotiven zum Einsatz.

Siehe auch ...

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