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Schenkenzell | Schenkenzell

Schenkenzell

Der Luftkurort Schenkenzell liegt am Zusammenfluss der Kinzig und der Kleinen Kinzig im mittleren Schwarzwald. Es ist die kleineste Gemeinde im Landkreis Rottweil. Nachbargemeinden sind Schiltach, Wolfach, Alpirsbach und Aichhalden. Zum Hauptort Schenkenzell gehört noch der Ortsteil Kaltbrunn mit den Teilorten Wittichen und Vortal. Mit der Nachbarstadt Schiltach verbindet Schenkenzell in Teilbereichen eine Verwaltungsgemeinschaft. Der Ursprung von Schenkenzell geht urkundlich bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die erste Erwähnung des Ortes im Jahr 1244 steht in Verbindung mit seinen Ortsherren, den Grafen von Freiburg mit ihrem Stammsitz auf dem Freiburger Schlossberg. In jenem Jahr wurde Hermanus Schenk von Celle als Urkundszeuge erwähnt.

Im Jahr 1325 gründete Luitgard von Wittichen das Kloster Wittichen und um 1500 ver-kauften die zu dem Zeitpunkt herrschenden Herren von Geroldseck ihre Ländereien an die Fürsten von Fürstenberg. Da die Fürsten von Fürstenberg mit ihrem Lehensherrn, Hans von Weitingen, in Streit gerieten, wurde die Schenkenburg südlich von Schenkenzell 1534 in Brand gesteckt und fast vollständig zerstört. Seit jener Zeit ist die Burg eine Ruine. Über die Jahrhunderte lebten die Menschen rund um Schenkenzell von der Land- und Forstwirtschaft. Das Holz wurde bis nach Holland über die Kinzig und den Rhein geflößt. Dort benötigte man das Holz für den Schiffsbau und zum Städtebau. Daher darf man bei einem Besuch der Stadt Amsterdam durchaus mal eine Gedenkminute einlegen, denn die Stadt wurde zum Großteil auf Schwarzwälder Holz errichtet.

Auch der Bergbau spielte eine Zeit lang eine wirtschaftlich bedeutende Rolle für Schenkenzell. Um das Jahr 1700 begann die letzte Blütezeit des Bergbaus im Ortsteil Kaltbrunn. Neben Silber wurde damals Kobalt gewonnen, das auf Schenkenzeller Gemarkung auch verarbeitet und schließlich exportiert wurde. Viele Arbeitskräfte kamen in jener Zeit aus Norditalien und Österreich in den Schwarzwald. Im Jahr 1806 fiel Schenkenzell mit der fürstenbergischen Herrschaft Kinzigtal an das Land Baden. 1819 trennten sich die Gemeinde Schenkenzell und Bergzell. Zu Schenkenzell gehörte das Dorf und der Burgfrieden, zu Bergzell gehörten die umliegenden Hofgüter.

In Schenkenzell entwickelte sich im 19. Jahrhundert nur wenig Industrie. Dagegen setzte um das Jahr 1890 ganz allmählich die Umwandlung der Gemeinde zu einem Luftkurort ein. Der Bau der ersten Straße mitte des 19. Jahrhunderts und die Fertigstellung der Bahnstrecke ab 1886 trugen zu dieser Entwicklung maßgeblich bei. Auch heute ist Schenkenzell mit den Ortsteilen Kaltbrunn, Wittichen und Vortal ein im Schwarzwald bekannter Luftkurort.


Kaltbrunn
Der Ortsteil Kaltbrunn erstreckt sich nördlich von Schenkenzell. Viele Höfe liegen zerstreut über die Orte Kaltbrunn, Wittichen und Vortal im Tal der Kleinen Kinzig und ihrer vielen Seitentäler und Weilern. Dazu gehören unter anderem die Weiler Gallenbach, Grüßgott, Heubach, Reilinsberg, Roßberg, Vortal, Wüstenbach, Zundelgraben und Rinkenbach. Kaltbrunn war bis in die 1973 eine eigene Gemeinde im Landkreis Wolfach und kam durch die Gemeindereform zu Schenkenzell. Die Gemeinde Kaltbrunn-Wittichen hat in der Geschichte des Schwarzwälder Bergbaues eine besondere Bedeutung erlangt. Die Bedeutung als Bergbaurevier ging auf die zum Teil recht beachtlichen Silber- und Kobaltvorkommen sowie durch das Blaufarbenwerk zurück, das seine Erzeugnisse in verschiedene europäische Länder exportierte.
Gemeinde Schenkenzell

Foto: Gemeinde Schenkenzell

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