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Schenkenzell | Schenkenburg

Schenkenburg

Das Wahrzeichen von Schenkenzell im Kinzigtal ist die Ruine Schenkenburg, einst der Sitz der Schenken von Zell. Neben der Burg Hohengeroldseck gehört sie zu den ältesten Burgen des Kinzigtals. Neben der Bezeichnung Schenkenburg wird die Ruine auch oft Burg Schenkenzell genannt. Ein Hof "pincerna de Celle" wird erstmals um das Jahr 1244 genannt. Die Burg, ein geroldseckisches Lehen, liegt wenige Hundert Meter unterhalb des Dorfes Schenkenzell auf einem kleinen Höhenzug. Um die Burg fließt die Kinzig in einer 90 Grad Kurve. Ein 18 m breiter und 15 m tiefer künstlicher Halsgraben trennte die Burg vom Berg. Bewohnt wurde die Burg in der Anfangszeit von den Schenken von Zell. Dieses Adelsgeschlecht hat der Burg und dem Dorf seinen heutigen Namen gegeben. Im Jahr 1292 teilte sich das Geschlecht in zwei Linien. Während die eine Linie das Kirnachtal bei Villingen erwarb, blieb die andere auf der Burg und starb offenbar zu Beginn des 14. Jahrhunderts aus.

Die Geroldsecker als Erben setzten fortan auf der Schenkenburg Burgvögte ein, bewohnten die Schenkenzell auch zeitweilig selbst. Als letzter Geroldsecker besaß seit 1470 Gangolf I. die Burg, mit der die Kastvogtei über das Kloster Wittichen verbunden war. Erbteilungen und Nachlassstreitigkeiten schwächten allerdings im Laufe der Zeit den geroldseckischen Besitz rund um das Kinzigtal und in der Zeit des niedergehenden Rittertums verarmte das einst angesehene und mächtige Adelsgeschlecht. Durch eine Bürgschaft erwarb Graf Konrad von Fürstenberg im Jahre 1481 erste Ansprüche auf Burg und Dorf Schenkenzell, 1498 deren Besitz, die Burg selbst 1500. Letzter Lehensäger war seit 1513 ein Herr von Weitingen. Bei heftigen Auseinandersetzungen um 1520 - Besitzstreit und politische Differenzen zwischen dem Grafen Wilhelm von Fürstenberg und den Junkern von Weitingen - musste der Graf von Fürstenberg schließlich seine eigene Burg mit Waffengewalt einnehmen und zerstören. Seither wurde die Anlage nicht wieder aufgebaut und ist eine Ruine.

Der 16 Meter hoch aufragende Palas mit 5 Geschossen neben dem Bergfried ist am besten erhalten. Die Ruine ist über einen Wanderweg von Schenkenzell als auch vom Fuße der Burg (Pizzeria) gut zu erreichen und frei zugänglich. Wer mehr über die Schenkenburg und ihre Bewohner wissen möchte, kann bei der Tourist-Information Schenkenzell eine Broschüre "Die Schenkenburg" erwerben.

Schenkenburg

77773 Schenkenzell

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Foto: Schenkenburg

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