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Freiburg (Breisgau) | Freiburg als Vaubansche Festung (1677-1745)

Freiburg als Vaubansche Festung (1677-1745)

Durch den Westfälischen Frieden (1648) wurde der Fluss Rhein zur Grenze zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich. Dies machte Freiburg zur Grenzstadt und änderte ebenso die über Jahrhunderte gewachsene territoriale und herrschaftliche Infrastruktur in der Region. Der Regierungssitz Vorderösterreichs im elsässischen Ensisheim wurde aufgegeben und für das verkleinerte Vorderösterreich in Freiburg neu aufgebaut. Sitz der Regierungspräsidenten von Vorderösterreich wurde der Basler Hof. Ausgelöst durch den Holländischen Krieg, besetzten Truppen von Ludwig XIV. die Stadt Freiburg. Von 1677 bis 1697 gehörte Freiburg nun zu Frankreich und der französische Festungsbaumeister Vauban macht aus Freiburg eine Festungsstadt mit einem Bastionenkranz nach dem damals neusten Stand der Militärtechnik. Mit Ausnahme der Schneckenvorstadt wurden die anderen, teils entvölkerten Vorstädte abgebrochen, das Gelände für den Glacis eingeebnet. In die Fortifikation der Stadt wurde der Freiburger Schlossberg integriert. Durch den Frieden von Rijswijk wurde Freiburg im Breisgau 1697 wieder an Österreich zurückgegeben.

Im Verlauf des Spanischen Erbfolgekrieges besetzten 1713 erneut von französischen Truppen Freiburg, im Jahr 1715 zogen sie dann wieder ab. Während des Bayrisch-Pfälzischen Erbfolgekrieges belagerten französische Truppen Freiburg 1744 abermals die Festungsstadt Freiburg. Die Bewohner mussten eine eine wochenlange Kanonade auf die Stadtbefestigungen ertragen. Sogar König Ludwig XV. von Frankreich beobachtete vom Lorettoberg aus am 11. Oktober 1744 die Belagerung der Stadt. Fast wäre er von einer vom Schlossberg abgeschossenen Kanonenkugel getroffen worden. Da man zuvor vereinbart hatte, dass die königliche Stellung im Gegenzug zur Schonung des Münsters nicht beschossen werde, entschuldigte sich der kaiserliche Festungskommandant sofort, und rettete damit vermutlich das Freiburger Münster. Die verirrte Kanonenkugel wurde mit einer Inschrifttafel später über dem Eingang zur Freiburger Lorettokapelle eingemauert.

Am 8. November 1744 wurde schließlich die Stadt an die Franzosen übergeben, die auf dem Schlossberg verschanzten Truppen kapitulierten erst am 25. November. Durch die neue Politik Frankreichs, die zunehmend auf den Konflikt mit England und die Überseegebiete in Amerika ausgerichtet war, bestand kein Absicht an einer dauerhaften Präsenz im Reichsgebiet und damit auch kein Interesse an einer dauerhaften Besetzung von Freiburg. Die dennoch veranlasste Sprengung der Vaubanschen Festungsanlagen rund um die Stadt und auf dem Schlossberg beim Rückzug im Frühjahr 1745 hinterließen einen breiten Ruinen- und Schuttgürtel um die Kernstadt, der über Jahrzehnte weitgehend brach lag. Erst nach dem Übergang Freiburgs an Baden setzte im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts die systematische Planung in Freiburg für neue Stadtteile und Straßenzüge in und außerhalb des Ruinengürtels ein.
Freiburg als Vaubansche Festung (1677-1745)

Foto: Freiburg als Vaubansche Festung (1677-1745)

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