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Freiburg | Schneckenvorstadt

Schneckenvorstadt

Unterhalb des Schwabentores, wo der Gewerbekanal aus dem Untergrund an die Oberfläche tritt, beginnt das alte Gewerbe- und Handwerkerviertel Freiburgs, das lange Zeit de Namen Schneckenvorstadt trug. Dies erstreckte sich einst vom Martinstor bis zu heutigen Mensa I. an der Rempartstraße, entlang der heutigen Wallstraße bis zum Schwabentor. Die meisten mittelalterliche Gewerbe befanden sich in jener Zeit außerhalb der städtischen Stadtmauern. Vermutlich wurden durch die handwerklichen Tätigkeiten viel Rauch und Gestank frei, so dass man diese nicht innerhalb der Stadtmauern ertragen wollte. Außerdem waren viele Berufe auf das Wasser des Gewerbebachs angewiesen, so dass sie automatisch die Nähe zum Wasser suchten. Die Bewohner der Schneckenvorstadt bekamen 1303 die selben Rechte wie die Bürger der Stadt zugesprochen. In der Schneckenvorstadt hatten auch die Klöster Tennenbach und Oberried ihre Höfe, mit denen sie in Freiburg präsent waren. Der Tennenbacher Hof stand dort, wo heute das Adelhauser Kloster steht.

Die Dreisam, deren Flussarme bis in das 18. Jahrhundert fast zur Wallstraße reichten, begrenzte den Ausbau des alten Gewerbeviertels nach Süden. Der Begriff Schneckenvorstadt stammt vermutlich von den vielen kleinen schneckenhausförmigen Wendeltreppen, die in den dortigen Gebäuden die Stockwerke verbanden. Auch ein Wirtshaus trug den Namen Schneckenwirtshaus. Es gilt bis heute als der Namenspatron für das alte Gewerbeviertel und stand vermutlich in der Nähe des Martinstores. Viele Häuser der Gerberau, Fischerau und Insel stammen noch aus der alten Vorstadt und haben Weltkriege und Neubauphasen einigermaßen gut überstanden. Das alte Gewerbeviertel war auch das einzige, welches dem Festungsbau durch Vauban im 17. Jahrhundert nicht zum Opfer fiel. Alle anderen Vorstädte mussten den Bastionen und einem freien Schussfeld weichen. Die heutigen Straßennamen verraten die einstigen Handwerksbetriebe, die vor den Toren der Stadt ihren Platz hatten. So finden wir im Süden der Altstadt die Fischerau, die Metzgerau, die Gerberau und die Mehlwaage.
Schneckenvorstadt

Foto: Schneckenvorstadt

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