Dreikönigstag
Der Dreikönigstag ist die volkstümliche Bezeichnung für den vermutlich schon im 3. Jahrhundert abgehaltenen, ab dem 4. Jahrhundert nachweisbaren christlichen Feiertag und Erscheinungsfest des Herrn oder Epiphanias. Dieser findet alljährlich am 6. Januar statt, oft auch Heilige Drei Könige genannt. Vor allem in katholischen Gebieten ist der Dreikönigstag durch die so genannten Sternsinger bekannt. Dabei ziehen als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder von Tür zu Tür, singen überlieferte Lieder und sammeln für wohltätige Zwecke. Zum Dank für die Spenden schreiben sie mit Kreide das Segenszeichen C+M+B auf den Türrahmen. Die lateinischen Buchstaben C+M+B stehen für "Christus mansionem benedicat", Christus segne das Haus.In vielen Familien werden am Weihnachtsbaum die Kerzen am Dreikönigstag zum letzten Mal angezündet. In den meisten Regionen der schwäbisch-alemannischen Fasnet finden die ersten Fastnachtsveranstaltungen am 6. Januar, dem Dreikönigstag statt. Dies ist vor allem deswegen bedeutsam, weil sich durch diesen Termin die südwestdeutsche Fasnet vom rheinischen Karneval unterscheiden. Nach altem Brauch werden an Dreikönig die Schemen bzw. Larven oder Masken abgestaubt und es finden die ersten Veranstaltungen und Umzüge statt. Dort, wo die Fasnet im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert zu stark vom Karneval geprägt wurde, gibt es die ersten närrischen Veranstaltungen traditionsgemäß schon am 11.11 jeden Jahres. In der Politik ist das Dreikönigstreffen der Liberalen als besondere Veranstaltung an diesem Tag bekannt. In Deutschland ist der Dreikönigstag ein gesetzlicher Feiertag.
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