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Viererbund

Als Viererbund bezeichnet man einen Zusammenschluss von historischen Zünften aus dem deutschen Südwesten. Der Viererbund besteht zurzeit aus den Zünften Elzach, Oberndorf, Rottweil und Überlingen. Es ist ein loser Zusammenschluss dieser Narrenzünfte, ohne Satzung und Präsidium, der auf einem einfachen Handschlag beruht. Die Wurzeln des Viererbundes gehen in die 1950er des letzten Jahrhunderts zurück. Gegen die Verwässerung des urtümlichen schwäbisch-alemannischen Brauchtums erklärten die traditionsreichen Zünfte Rottweil, Elzach und Überlingen aufgrund von internen Differenzen über Ausrichtung der Fasnet vor rund 50 Jahren ihren Austritt aus der Vereinigung Schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte (VSAN). Die VSAN wurde am 16. November 1924 als erster Dachverband der schwäbisch-alemannischen Fasnet in Villingen gegründet.

Oberndorf folgte bald dem Beispiel der vorangegangenen Narrenzünfte. Seither gilt der Viererbund als unverfälschter und idealtypischer Querschnitt durch die südwestdeutsche Fasnet, mit einem leichten rebellischen Einschlag. Per Handschlag, der bis heute gilt, vereinbarten die vier vor rund 50 Jahren, nur noch in ihren eigenen Städten aufzutreten und regelmäßige Treffen der Zünfte des Viererbunds zu veranstalten. Die Treffen der vier Narrenzünfte finden allerdings nur alle drei oder viere Jahre wechselnd in einer der vier Städte Rottweil, Elzach und Überlingen und Oberndorf statt. So liegen z.B. für die ehemals freie Reichsstadt Überlingen zwischen dem Treffen 1992 und 2006 ganze 14 Jahre, bis die Narrenfreunde ein Wochenende lang in der Stadt am Bodensee zu Gast sind.

Zu dem närrischen Großereignis des Viererbundes kommen regelmäßig zwischen 6.000 und 8.000 Aktive Hästräger und, je nach Wetter, zwischen 30.000 und 40.000 Zuschauer zusammen. Der Narrentag des Viererbunds ist aber dabei nicht nur ein Treffpunkt für die Hästräger aus den vier Städten, sondern auch für deren Bürger, die fastnächtliches Brauchtum in seiner unverfälschten Form erleben möchten. Rottweil, die Stadt des bekannten Rottweiler Narrensprungs, besitzt die größte Maskenvielfalt der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Dazu gehören Federhannes, Gschell, Biss oder Guller. Oberndorf ergänzt die barocke Pracht mit Hansel, Narro und Schantle. Den als Weißnarren bezeichneten Traditionszünften aus den schwäbischen Städten stehen die wilderen anmutenden der badischen Fasnets-Hochburgen gegenüber.

Die einmaligen, prächtigen, roten Elzacher Schuttig gehören zu den Besonderheiten der zahlreichen Larventypen in Südwestdeutschland. Zur Elzacher Schuttig gehören noch Fratz, Teufel, Bäregfriß oder Dotegriß. Das Überlinger Hänsele leitet sich vom Teufel her und gilt als das schönstes Fransenkleid vom Bodensee.

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