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Offenburg | Anfänge der Stadt Offenburg

Anfänge der Stadt Offenburg

Die Geschichte der Stadt Offenburg begann schon lange vor der Stadtgründung. Bereits Römer und Alemannen hinterließen ihre Spuren auf dem heutigen Stadtgebiet. Der Ursprung des Stadtkerns liegt wahrscheinlich in einer Marktsiedlung, die bereits vor 1100 entlang der heutigen "Lange Straße" entstanden war. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1148. In ihrem Wappen führt die Stadt eine offene Burg.

Im Jahr 1240 erhob Friedrich II. Offenburg zur Reichsstadt. Wölflin von Hagenau, der den staufischen Reichsbesitz links und rechts des Oberrheins durch den Bau von Burgen und festen Städten aufrüstete, veranlasste die Errichtung der Stadtbefestigung. Von der ehemaligen Festungsanlage ist heute noch der innere Mauerring, der mit Wehr- und Wachttürmen versehen war, teilweise erhalten. Auf ihnen Wache zu halten, war früher eine Bürgerpflicht. An der Spitze der Stadt standen der Bürgermeister und zwölf Ratsherren, welche gleichzeitig Richter der Stadt waren und die niedere und hohe Gerichtsbarkeit ausübten.

Die Marktsiedlung bestand anfangs hauptsächlich innerhalb des Straßendreiecks Lange Straße, Klosterstraße und Kesselgasse. Nach der Erhebung zur Reichsstadt bildete sich ein zweiter Siedlungskern entlang der Hauptstraße und westlich davon. Die wichtigsten städtischen Gebäude wurden an und auf der Hauptstraße errichtet. Die Heilig-Kreuz-Kirche, über viele Jahrhunderte die einzige Pfarrkirche der Stadt, erhielt ihren Platz im Nordwesten des Stadtgebietes. Durch drei Stadttore konnte man Offenburg betreten: durch das Kinzigtor am südlichen Ende der Hauptstraße, durch das Neu- oder Straßburgertor am nördlichen Ende der Hauptstraße und durch das Schwabenhausertor im Südosten der Lange Straße.

Um das Jahr 1300 herum wurde der "Alte Rat" durch den "Jungen Rat" ergänzt, der aus zwölf Mitgliedern der Zünfte bestand. Das Aufgabengebiet des "Jungen Rates" war die Verwaltung der Stadt. Die Bevölkerung Offenburgs hatte ursprünglich einen überwiegend bürgerlichen Charakter, da sie hauptsächlich aus alteingesessenen Familien und vom umliegenden Lande zugezogenen Adligen bestand. Der Rat wies den Zünften besondere Wohnquartiere zu, woran viele Offenburger Straßennamen noch heute erinnern, wie z.B. die Metzgerstraße, Gerberstraße oder die Schlossergasse.

Um die Mitte des 13. Jahrhunderts siedelte sich in Offenburg eine jüdische Gemeinde an. Sie wurden durch die tolerante Politik Friedrich II. dazu ermuntert und bildeten bald "eine kleine blühende Gemeinde", die auf dem ihr zugewiesenen Areal nicht nur ihre Wohnhäuser und die "Judenschul" (Synagoge) errichtete. Um 1300 herum baute die jüdische Gemeinde eine unterirdische Mikwe (jüdisches Ritualbad), die heute noch besichtigt werden kann und als eines der ältesten jüdischen Baudenkmale in Südbaden eine besondere Sehenswürdigkeit der Stadt ist.

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