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Raich im Kleinen Wiesental

Raich liegt als Ortsteil der Gemeinde Kleines Wiesental südlich des Belchengebiets und gehört zum Landkreis Lörrach. Zur Raich gehören die Teilorte Hohenegg-Burstel, Lochhäuser, Oberhäuser, Ried und Scheurendorf - die zwischen den Tälern der Belchenwiese und der Köhlgartenwiese liegen. Die Geschichte von Raich ist auch die Geschichte des lange Zeit wesentlich größeren Ortes Ried und beginnt mit den mittelalterlichen Rodungen der Herren von Waldeck. Die Waldecker hatten unter anderem Burgen bei Tegernau und Raich. Auch die Rötteler Seitenlinie der Rotenberger war in jener Zeit rundum Raich aktiv. Im Jahr 1113 schenkte Walicho von Waldeck dem Kloster St. Blasien das Dorf Ried. Ried, das durch diese Schenkung zu einer sankt-blasischen Enklave in der späteren Herrschaft Hachberg-Sausenberg geworden war, sollte dann für lange Zeit der Sitz der klösterlichen Verwaltung sein. In Raich dagegen wird zunächst bloß ein Gut mit "zu der Aich" erwähnt, was in dem heutigen Namen des Ortes wieder zu erkennen ist. Das Kloster übertrug die Verwaltung seiner Neuerwerbung später Ulrich von Gutenberg. Jener verkaufte sein Lehen ohne Erlaubnis des Sankt-Blasischen Abts an Konrad von Rötteln. Seine drei Söhne gaben das Lehensgebiet 1262 allerdings gegen Entgelt wieder zurück und ihr Vater musste auf alle Rechte an der Vogtei über Ried verzichten.

Es folgte eine lange Zeit von Streitereien um das Herrschaftsgebiet Ried. Da Ried von markgräflichem Territorium umgeben war, waren Konflikte zwischen den Äbten und den Markgrafen von Hachberg-Sausenberg, welche nach dem Aussterbender Rötteler das Erbe antraten, im Grunde vorprogrammiert. Im Jahr 1480 kam es vorübergehend zu einer Einigung. Die niedrige Gerichtsbarkeit sollte dem Kloster, die hohe den Grafen von Hachberg-Sausenberg zustehen. Aber die Querelen zwischen den Grundherren im Kleinen Wiesental hörten auch nach dem Erlöschen der hachberg-sausenbergischen Linie und dem Übergang ihrer Herrschaft an die Markgrafen von Baden-Durlach im Jahr 1503 nicht auf. Im Jahr 1556 führte der Landesherr, Markgraf Karl II., in der ganzen Markgrafschaft, und somit auch in Ried die Reformation ein und eignete sich die gesamte Gerichtsbarkeit über den Ort an.

Obwohl die Einwohner fortan zur evangelischen Pfarrei Tegernau gehörten, wurden sie von St. Blasien zur Teilnahme am Dinggericht verpflichtet. Dort entschieden Laienrichter unter sankt-blasischem Vorsitz die Rechtsanliegen der Rieder Bevölkerung. Doch jeder Streit findet mal sein Ende und so trat im Jahr 1718 der damalige Markgraf von Baden-Durlach alle Rechte über Ried an das Kloster St. Blasien ab. Doch die Mönche aus St. Blasien gaben aus finanziellen Gründen das Dorf Ried im Jahr 1751 endgültig an Baden-Durlach zurück. Und als zu Beginn des 19. Jahrhunderts das Großherzogtum Baden gegründet wurde, wurden Ried, Raich und Hohenegg zur heutigen Gemeinde Raich zusammengeschlossen. Bemerkenswert ist allerdings, das der Ortsname für die zusammengefasste Gemeinde nicht vom größeren Ort Ried stammt, sondern vom kleineren Teilort Raich übernommen wurde. Raich gehörte bis Ende 2008 zum Gemeindeverwaltungsverband Kleines Wiesental mit Sitz in Tegernau an, bis sich daraus ab 2009 die neue Gemeinde Kleines Wiesental gebildet hat.

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