Hausen an der Möhlin
Hausen an der Möhlin ist ein Dorf in
Baden-Württemberg, zwischen
Bad Krozingen und
Breisach in der Oberrheinebene gelegen. Nördlich des Hausener Ortskerns, getrennt durch einen Golfplatz, liegt der
Tuniberg. Als "Huse an der Mühle" wird Hausen erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1147 schriftlich erwähnt. Das
Kloster St. Ulrich bei
Bollschweil im
Hexental besaß hier einen großen Hof, aber auch die Klöster
Günterstal, St. Ulrich, St. Peter und
St. Trudpert ebenso einige Freiburger Bürger waren in Hausen begütert. Seit Ende des 14. Jahrhunderts gehörte Hausen unter habsburgischer Landesherrschaft zur vorderösterreichischen Landgrafschaft
Breisgau. Die Grundherrschaft, die sich aus der
Vogtei über den St. Ulricher Hof herleitet, lag im Mittelalter bei den
Herren von Staufen und eit 1621 bis zu ihrer Auflösung in der Mitte des 19. Jahrhunderts bei den Herren von Falkenstein. Nach dem der
Breisgau 1805 an Baden fiel, war Hausen Teil des Amtsbezirkes Staufen und kam bei dessen Auflösung 1964 zum
Landkreis Freiburg, heute
Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Bereits seit dem 17. Jahrhundert führte Hausen zur Unterscheidung von gleichnamigen Orten im
Schwarzwald den Zusatz "an der Möhlin". Durch Hausen fließt die Möhlin. Sie sorgte auf der einen Seite für wirtschaftlichen Wohlstand durch gezielte Bewässerung der Felder, es gab aber auch immer wieder zerstörerische Überschwemmungen. Als der Krozinger Johann Franz Litschgi in den 1730er Jahren im Auftrag Österreichs Holzlieferungen aus dem
Schwarzwald zur Festung
Breisach übernahm hatte, wurde auf der
Gemarkung von Hausen der sogenannte Litschgi-Kanal errichtet, auf dem das Holz mit Hilfe des Wassers der Möhlin transportiert wurde. Reste diese Kanals sind heute noch in der Landschaft auszumachen. Im Jahr 1973 entschloss sich die bis dahin selbständige Gemeinde
Hausen an der Möhlin, ein
Ortsteil von
Bad Krozingen zu werden.