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Sasbach am Kaiserstuhl | Leiselheim | Leiselheim

Leiselheim

Leiselheim ist altes fränkisches Königsgut. Es muss wie das benachbarte Jechtingen und Sasbach ursprünglich zum Fiskus Sasbach gehört haben. Noch 1330 wurden in Leiselheim Reichsleute genannt, die seit der Stauferzeit zum Schultheißenamt Breisach gehörten. Die Leiselheimer waren nicht leibeigen, genossen daher große Freizügigkeit, die Freiheit vom Todfall oder Besthaupt und vom Leibschilling. Sie konnten nur zu Frondienst und Steuer sowie Wehraufgebot herangezogen werden. Eine gewisse Bekanntheit als Folge der fränkischen Obhut erlangte Leiselheim durch die Reblage des "Leiselheimer Gestühls". "Gestühl" bezeichnet dabei, so vermuten es zumindest mit ziemlicher Sicherheit die Historiker, ein Fürstengericht, das der deutsche König Otto III. im Jahr 994 in Sasbach eingerufen hat. Eine erste urkundliche Nennung geht in das Jahr 1155 zurück. Die Siedlungsspuren in Leiselheim gehen aber bis in die Jungsteinzeit zurück. Aus der Römerzeit gilt eine Straße auf der Gemarkung als sicher. Nach den Römern kamen bald die Alemannen, wie man durch Grabfunde nachgewiesen hat.

Durch die Nähe zu den Brückenköpfen über den Rhein bei Sasbach und bei der Sponeck war Leiselheim für die ab 496 n. Chr. folgenden Frankenherrscher von hoher Bedeutung. In der Karolingerzeit kam der königliche Fronhof dann vermutlich an die Reichsabtei Reichenau, von dort später an das Domstift Konstanz. Auch andere geistliche und weltliche Grundherren, wie z. B. Kloster Tennenbach aus dem Emmendinger Hinterland, fassten mit der Zeit in Leiselheim Fuß. Im benachbarten Kiechlinsbergen steht bis heute ein Schloss, dessen Wurzeln auf ein Ableger des Kloster Tennenbach zurückgeht. Im Mittelalter gelang des den Herren von Baden, die gesamte Obrigkeit über Leiselheim an sich zu bringen. So erlebte Leiselheim spätestens seit etwa 1500 die weitere Geschichte unter der Orts- und Landesherrschaft der Markgrafen von Baden-Durlach und wurde in der Reformationszeit evangelisch. Im Jahre 1737 war Leiselheim der Geburtsort des hochfürstlichen Badischen Landesbaumeisters Carl Friedrich Meerwein, der im Alter von 47 Jahren mit seiner von ihm konstruierten Flugmaschine erste erfolgreiche Flüge durchführte. Im Jahr 1809 kam Leiselheim zum Oberamt Endingen, 1819 zum Amtsbezirk Breisach, 1924 zu Emmendingen. 1936 wurde Leiselheim dem Bezirksamt bzw. Landkreis Freiburg unterstellt. Mit dem Anschluss an die Gemeinde Sasbach am 1. 4. 1974 kam Leiselheim wieder zum Kreis Emmendingen.

Siehe auch ...

» Gestühl

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Foto: Leiselheim

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