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Kiechlinsbergen

Kiechlinsbergen liegt am nördlichen Rand des Kaiserstuhls, umgeben von Weinreben und eingebettet in einem kleinen Seitental. Durch den Ort fließt das Bächle Tennenbach, das seine Quellen beim 469 Meter hohen Bisamberg hat. Das ursprünglich nur Bergen genannte Winzerdorf, dann wahrscheinlich zur Unterscheidung von im Kaiserstuhl liegenden Oberbergen öfters Unterbergen genannt wurde, hat seinen heutigen Namen von dem Rittergeschlecht der Küchlin von Freiburg. Sie traten am Kaiserstuhl und speziell in Kiechlinsbergen als Vögte des Klosters Andlau auf, die hier einen Hof hatten. Erstmals hieß es dann 1309 ,,ze hern Küchelins Bergen". Kiechlinsbergen war wie seine Kaiserstühler Nachbarorte alter fränkischer Königsbesitz. Im Jahr 862 n.Chr. wurde es von dem Karolinger Karl seiner Gemahlin Richardis geschenkt, die es um 880 dem elsässischen Kloster Andlau übergab. Fortan spielte Andlau bis 1682 eine beherrschende Rolle in der Geschichte des Kaiserstuhldorfes. Zu dem Andlauer Hof gehörten 1344 noch das Schultheißenamt und das Gericht in Kiechlinsbergen, dazu Güter und Rechte in den Nachbarorten Oberbergen, Wyhl, Forchheim und anderen Nachbardörfern. Auch nach dem Verkauf des Kiechhnsberger Hofes 1344 an das Kloster Tennenbach blieb Andlau weiterhin Oberlehensherr im Dorf, der die von nun an durch Tennenbach eingesetzten Vögte bestätigen musste.

Das Kloster Tennenbach wurde einst von den Zähringer Herzögen im Emmendinger Hinterland gegründet und bestand bis in das 19. Jahrhundert hinein. Im Laufe der Geschichte versuchte die Klosterherrschaft Tennenbach immer wieder, die Leibeigenschaft auch auf die freien Bauern im Dorf auszudehnen und die Abgaben der Kiechlinsberger zu verstärken. Daher führte die Gemeinde ständig Prozesse mit dem Kloster, in denen sie sich immer wieder behaupten konnte. Daher verwundert es kaum, das die Kiechlinsberger auch im Bauernkrieg kräftig mitmischten. Unter anderem nannte sich der Haufen des nördlichen Kaiserstuhles nach Kiechlinsbergen und mehr als ein Duztend Kiechlinsberger wurden nach 1525 als Rädelsführer von der Obrigkeit gesucht. Als Besitz des Klosters Tennenbach, dessen Abt dem Prälatenstand der Breisgauischen Landstände angehörte, unterstand Kiechlinsbergen der vorderösterreichischen Landesherrschaft und kam mit dieser im Jahr 1806 an das Land Baden. Zuerst gehörte es zum Amtsbezirk Kenzingen, nach 1809 zum Amtsbezirk Endingen und schließlich ab1819 zum Amtsbezirk Breisach. Als 1924 der Amtsbezirk Breisach vollständig aufgelöst wurde, kam Kiechlinsbergen an Emmendingen. 1936 wurde Kiechlinsbergen für eine Zeit lang dem Landkreis Freiburg zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform wurde Kiechlinsbergen dann wieder aus dem Landkreis Freiburg losgelöst und dem Kreis Emmendingen angegliedert.
Kiechlinsbergen

Foto: Kiechlinsbergen

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