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Schwarzach

Schwarzach liegt im Zentrum der Gemeinde Rheinmünster und ist seit 1974 durch den Zusammenschluss der ehemals selbstständigen Gemeinden Schwarzach, Greffern sowie Stollhofen ein Ortsteil der Gesamtgemeinde. Zur ehemaligen selbstständigen Gemeinde Schwarzach gehören die Dörfer Schwarzach und Hildmannsfeld und das Gehöft Hubershof. Durch den Ort fließt der Mühlbach, der sich weiter nördlich mit dem Sulzbach verbindet und mit diesem gemeinsam bei Söllingen in den Rhein mündet.

Die Geschichte des Ortes Schwarzach ist geprägt durch das Kloster Schwarzach. Die Gründungs- und Frühgeschichte des Klosters sind aus dem hauptsächlich durch Feuersbrünste und kriegerischen Verwüstungen verursachten Mangel an früh- und hochmittelalterlichen Quellen der Region sowie durch eine Reihe von falschen Urkunden sehr unklar. Mit großer Wahrscheinlichkeit waren die Klostergründer Mitte des 8. Jahrunderts Graf Ruthard und seine Gemahlin, vermutlich aber an anderer Stelle als die heutigen Klostergebäude stehen.

Im Jahr 826 n. Chr. erfolgte eine erste urkundliche Nennung, 961 genehmigt Kaiser Otto der Große dem St.-Peter-Kloster Schwarzach Besitz in einigen Orten auf der Baar gegen die näher gelegenen Orte Neuershausen im Breisgau und Dinglingen zu tauschen, die für das Kloster näher lagen. Gegen Ende des 12. Jahurnderts gestattete Kaiser Otto (IV.) dem Schwarzer Abt Wolfhald, in Vallator einen Markt mit Münz- und Zollrecht zu errichten.

Im Jahr 1032 schenkte Kaiser Heinrich III. die Abtei dem Bistum Speyer. Schwarzach wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts von Hirsauer Mönchen reformiert. Brände von 1220 und 1299 sowie ein Überfall der Bauern im Bauernkrieg fügten dem Kloster und seinen kulturellen Beständen großen Schaden zu. Die heutige Kirche ist nach einem großen Brand von 1220 entstanden. Nach weiteren Verwüstungen im 30jährigen Krieg sorgte der aus dem Kloster Rheinau im Elsass gekommene Abt Gallus Wagner für den Wiederaufbau der Klosteranlage, das schließlich im 18. Jahrhundert in barockem Stil umgebaut wurde.

In den siebenbändigen "Tagebüchern" des Abts Gallus Wagner aus den Jahren 1657-1691 spiegeln sich die seit dem 16. Jahrhundert dauernden Streitigkeiten mit der Markgrafschaft. Baden-Baden wegen der Landeshoheit über das Klosterggebiet wider. Ein in dieser Sache seit 1721 beim Reichskammergericht geführter Prozess kam vor der Säkularisation des Klosters im Jahr 1803 nicht mehr zum Abschluss. Das Land Baden übernahm zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Besitz und den Kloster-Gebäudekomplex des Klosters Schwarzach, der Ort wurde zudem selbstständige Gemeinde. Von der ehemaligen Klosteranlage sind heute außer der Kirche nur noch einige Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäude mit dem Klosterportal aus den Jahren 1761 bis 1790 erhalten.

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