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Ihringen | St. Peterskloster Kaiserstuhl

St. Peterskloster Kaiserstuhl

Der Neunlindenbuck ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer. Auf dem Neunlinden-Gipfel (555 Meter), befindet sich ein Aussichtsturm, der im Jahr 1900 von der Sektion Ihringen des Schwarzwaldvereins errichtet wurde. Von dort oben hat man einen herrlichen Rundblick. Bei schönem Wetter kann man bis weit in den Schwarzwald und die Vogesen hineinsehen. Dort, wo heute der Neunlinden-Aussichtturm und der benachbarte Fernsehturm stehen, befand sich früher eine Klosteranlage. Es war eine Niederlassung des Paulinerorden. Der Paulinerorden entstand im 14. Jahrhundert durch den Zusammenschluss zuvor selbständiger Eremitengemeinschaften. Der Orden, dessen Prior im St. Laurentiuskloster zu Buda residierte, breitete sich im 14. Jahrhundert von Ungarn bis Polen und den Südwesten des damaligen Deutschen Reiches aus. In Obernimburg bildete sich unter anderem ein solche Niederlassung des Ordens, dessen Klostergebäude jedoch zerstört wurden.

Im Jahr 1387 übertrug Hesso von Hachberg-Höhingen diesem Paulinerorden das in seiner Herrschaft Höhingen gelegene Gotteshaus, das Haus und die Hofstatt zu St. Peter auf dem Kaiserstuhl. Dazu gehörten auch die die Kirche und der Kirchensatz zu Vogtsburg (Heute Alt-Vogtsburg). In Notizen in Freiburger und Breisacher Zinsbüchern sowie im Urbar des Reuerinnenklosters in Freiburg aus den 14. und 15. Jahrhundert finden sich einige Hinweise auf das St. Peterskloster auf dem Kaiserstuhl. Das vermutlich mit nur wenigen Mönchen besetzte Kloster gelangte allerdings zu keiner großen Bedeutung und wurde vermutlich schon vor, aber spätesten während der Reformation im ausgehenden 16. Jahrhundert aufgelöst. Am Neunlindenbuck fanden sich noch am Ende des 19. Jahrhunderts einige Ruinenreste des Klosters.

Am höchsten Punkt des Berges entdeckte man um zirka 1900 beim Bau des Neunlindenturmes Scherben. Bei Planierungsarbeiten östlich des Turmes wurden vor einigen Jahren beim Anlegen einer Terrasse von Süden nach Norden verlaufende Fundamente entdeckt, die auf Teile des Klosterbaus zurückzuführen sind. Auf dem Totenkopf, dem unmittelbar westlich benachbarten Berg, stieß man im 19. Jahrhundert beim Setzen des Marksteines auf ein Gewölbe, in dem sich Reste von menschlichen Skeletten fanden, die als Gruft der Ordensgeistlichen gedeutet wurden.

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