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Hagnau | Hagnau am Bodensee

Hagnau am Bodensee

Beschaulich liegt das kleine badische Winzer- und Fischerdorf Hagnau zwischen fruchtbarem, sanft abfallendem Hügelland und dem Wasser des Bodensees. Malerische spätgotische sowie barocke Fachwerk- und Steinhäuser prägen den alten Ortskern, die auffallend vielen Kellertore sind typisch für das Weindorf. Dass am Wein auch die Klöster der Region interessiert waren, bezeugen die imposanten erhaltenen Amtshäuser der Klöster Schussenried, Weingarten, Einsiedeln, Salem und das Zehnthaus des Bistums Konstanz an der Schiffsanlegestelle in Hagnau. Eine riesige alte Baumtorkel von 1747 zeugt von der Arbeit vergangener Tage. Die Hagnauer Winzergenossenschaft ist die größte am Bodensee, sowohl nach Mitgliedern als auch nach Hektar Rebland.

Mit dem Dichterpfarrer Heinrich Hansjakob hatte die Gemeinde zwischen 1869 und 1884 einen berühmten katholischen Geistlichen, Heimatschriftsteller, Historiker und Politiker. Er gründete 1881 in Hagnau die erste badische Winzergenossenschaft, um der wirtschaftlichen Not der Weinbauern abzuhelfen. Hagnaus Pfarrer war auch 10 Jahre badischer Landtagsabgeordneter und vor allem ein volkstümlicher Schriftsteller. Hagnau wird urkundlich erstmals im Jahr 1152 als "Hagenowo" genannt. Doch Spuren einer bronzezeitliche Pfahlbautensiedlung, wie sie für den Bodenseeraum typisch waren, sowie verschiedene Funde aus der Zeit der Römer, deuten auf altes Siedlungsgelände hin. Im Mittelalter gehörte Hagnau zum welfischen Stammbesitz, einem fränkisches Adelsgeschlecht, dass seit dem 8.Jahrhundert im karolingischen Kernraum und in Schwaben (Weingarten) begütert war.

Bereits im Jahr 1010 schenkte Graf Welf II. und seine Gattin Irmentrud dem Kloster Weingarten Besitz auf de Gebiet des heutigen Hagnau. Im 12. und 13. Jahrhundert gibt es einen Ortsadel. In jene Zeit fällt auch der Bau einer Turmburg, dessen Fundamente man nördlich der Kirche fand. Später kam Hagnau in den Besitz der Schenken von Ittendorf und ging 1371 an Elisabeth von Hohenfels über und von dort über die Vogtei des Klosters Weingarten an die Stadt Überlingen. Im Jahr 1650 verkaufte Überlingen Hagnau mit der Herrschaft Ittendorf and as Kloster einsiedeln in der Schweiz, das wiederum im Jahr 1693 den Bodenseeort an das Kloster Weingarten verkaufte. Als im Rahmen der Säkularisation das Reichstift Weingarten aufgelöst wurde, kam Hagnau in den Besitz der Fürsten Wilhelm von Nassau-Oranien Dillenburg, kurze Zeit später an das neu gegründete Großherzogtum Baden.
Hagnau am Bodensee

Foto: Hagnau am Bodensee

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