Kniebis
Kniebis ist ein international bekannter
Luftkurort und Wintersportplatz im
Schwarzwald. Der ursprünglich dreigeteilte Ort
Kniebis befand sich einst auf den Gemarkungen von
Freudenstadt,
Baiersbronn und dem badischen Rippoldsau. Der Ursprung der Siedlung geht in das Mittelalter zurück. Um 1250 baute ein Mönch aus Herrenalb auf der Passhöhe eine Kapelle. Im Jahr 1278 schenkte Graf Heinrich die Kirche den Franziskanern - sie sollten ein Kloster und ein Hospiz für Durchreisende errichten und 1320 kam das entstandene Kloster zusammen mit
Dornstetten an Württemberg. Im 14. Jahrhundert wurde die Region rund um
Kniebis durch Graf Eberhard gegen möglich Angriffe des Straßburger Bischof mit Schanzen befestigt. Nach der Reformation wurde 1544 das Kloster aufgehoben - nur das Hospiz wurde von dem Gastmeister, der gleichzeitig württembergischer Zolleinnehmer war, weitergeführt. In den Jahren 1674 bis 1675 legte man rund um
Kniebis erneut Erdbefestigungen an, die im Reichskrieg gegen
Ludwig XIV. eingesetzt wurden. Diese baute 1734 Herzog Karl Alexander zum Fort Alexander, der so genannten
Alexanderschanze, aus. In den Koalitionskriegen mit den französischen Revolutionsheeren lagen sich von 1799 bis 1801 an der
Alexanderschanze Österreicher und Franzosen wechselseitig gegenüber. In jener Zeit ist leider auch die Klosterkirche einem Brand zum Opfer gefallen. Der Tourismus spielt in der Streusiedlung
Kniebis heute eine bedeutende Rolle. Der Ort liegt an der stark frequentierten
Schwarzwaldhochstraße, die als B 28 von
Freudenstadt her kommt und sich ab der Passhöhe
Alexanderschanze als B 500 nach
Baden-Baden hin fortsetzt. Neben dem Wintersport bietet
Kniebis schöne Wanderwege und beste Bedingungen für Mountainbikes. Der bekannte Wanderweg "Westweg", der Premium-Wanderweg Kniebiser Heimatpfad und der Skifernwanderweg führen direkt durch den höchsten Stadtteil Freudenstadts.