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Herdern während des Ersten Weltkriegs

Während des ersten Weltkriegs veränderte sich auch der Alltag der Herdermer Bürger. Das Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 war Ausgangspunkt für den Ersten Weltkrieg. Nur wenige Wochen später erklärte Deutschland erst Russland, dann Frankreich den Krieg und auch in Freiburg begann man umgehend mit der Mobilmachung. Die Breisgaumetropole Freiburg mit seinen Stadtteilen war durch seine Nähe zu Frankreich die südwestlichste Stadt auf der rechtsrheinischen Seite und somit letzte Durchgangsstation für Mensch und Material. Ohnehin rechnete man damit, das Frankreich alles daransetzen würde, das 1871 verlorene Elsass zurückzugewinnen und Freiburg wurde somit über Nacht zur Frontstadt. In Herdern befand sich bereits seit 1874 das Garnisonslazarett in der Hauptstraße, welches nun in den ersten Kriegstagen als Reservelazarett-Zentrum umfunktioniert wurde. Im Friedrich-Gymnasium Freiburg richtete man ergänzend Krankenhausbetten für über 200 Personen in den Klassenzimmern ein und im heutigen Chemiesaal befand sich ein Operationssaal für verwundete Soldaten. Auf der freien Fläche zwischen Jacobi- und Hauptstraße baute man ein Lazarett aus Holzbaracken, das ungefähr 800 Personen aufnehmen konnte.

Bereits im August 1914 tobten die Gefechte insbesondere um Mülhausen im Elsass. Die Verwundeten brachte man mit der Bahn nach Freiburg, wo sie am Güterbahnhof auf die verschiedenen Lazarette der Stadt mit der Straßenbahn verteilt wurden. In Herdern war die Kreuzung von Immental- und Stadtstraße Endstation und Verladestelle für Tausende von verwundeten Soldaten während des vierjährigen Krieges. Obwohl die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung unglaublich hoch war, war der Ruf des Lazaretts in Herdern anfangs äußerst schlecht. Denn man hatte hier zu Beginn des Krieges ausschließlich Männer mit Geschlechts-Krankheiten medizinisch betreut, was schon damals nicht unbedingt zu den typischen Kriegsverletzungen zählte. Dies änderte sich allerdings im Verlaufe des vierjährigen Krieges. Auch als der Krieg zu Lebensmittel-Verknappung, Hunger und Leid in der zivilen Bevölkerung führte, spendeten die Herdermer Bürger und halfen, wo sie konnten. Die Baracken wurden nach Beendigung des Krieges im Jahr 1918 noch bis in die Dreißiger als Wohnhäuser genutzt. Dann riss man sie schließlich ab und die Straßenzüge füllten sich mit den heute noch stehenden Ein- und Zweifamilienhäuser.

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