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Glashütten im Schwarzwald

Die Herstellung von Glas gehört zu den typischen Schwarzwälder Wirtschaftszweigen, die schon im Mittelalter eine wesentliche Rolle spielten. Unter anderem wird bereits im Jahr 1316 eine Glashütte bei Lenzkirch im Hochschwarzwald schriftlich genannt, darüber hinaus sogar noch als die "alte Glashütte". Die Glasherstellung im Schwarzwald wurde dadurch begünstigt, das man das Rohmaterial, Quarzsand, und Holz zur Feuerung des Schmelzofens direkt vor der Haustüre fand.

Glas ist allgemein ein fester nichtkristalliner Stoff, der keinen bestimmten Schmelzpunkt besitzt, sondern mit steigender Erwärmung ab 100 Grad zunächst weich und ab einem gewissen Punkt flüssig wird. Seinen ersten nachweisbaren Ursprung hat das Glas im alten Ägypten, wo es schon vor über 3000 Jahren hergestellt wurde. Aber die Benutzung des Glases ist vermutlich auch schon den Menschen der Steinzeit bekannt gewesen. Die nutzen das so genannte Obsidian (Glasstein), ein nahezu wasserfreies, dunkles, glänzendes Gestein, bei der Jagt als Pfeilspitze. Durch die Römer verbreitete sich die Glasherstellung über den Mittelmeerraum schließlich in das nördliche Europa. Durch den Niedergang des Weltreiches und die nun beginnenden Völkerwanderungen ging die Kunst der Glasmacherei allerdings für eine gewisse Zeit verloren und erwachte erst wieder ab dem 10. Jahrhundert. Die im großen Stil angelegte Herstellung von Glas im Schwarzwald begann dagegen erst im 17. Jahrhundert.

Die ersten Förderer von Glashütten im Schwarzwald waren häufig die Klöster und Stifte, die vor allem in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg ihre Betriebe erneuerten und ausbauten. Insbesondere Fensterglas benötigte man für die neuen Kirchen und Klostergebäude, die durch den langen Krieg zerstört waren. Aber auch der neue Zeitgeist des Barock und Rokoko im 17. und 18. Jahrhundert hinterließ in Südbaden seine Spuren. Zur Steigerung des Wohlstands und der Verbesserung der Finanzen suchte man gewinnbringende Gewerbezweige einzurichten, die nicht nur für den eigenen Bedarf produzierten, sondern auch Ware für den Weiterverkauf und Handel herstellten. Die größten Förderer der Glasindustrie im Südschwarzwald gehörten die beiden großen Klöster Klöstern St. Blasien und St. Peter.

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