Burg Alt-Wartenberg Geisingen
Als Burg Alt-Wartenberg oder auch
Burg Unterwartenberg bezeichnet man eine wenig erhaltene Ruine am westlichen Rand der Kuppe des
Wartenberg (844m) bei
Geisingen, dem westlichsten Hegauvulkan. Sie gilt als die erste Burg auf dem Wartenberg. Die Anlage wurde vermutlich als erster symbolischer Stammsitz der Herren von
Geisingen, die sich später nach dieser Burg "von Wartenberg" nannten, errichtet. Sie galten im Hochmittelalter als eines bedeutendsten Adelsgeschlechter der Region. Im Jahr 1112 nennt sich Conradus noch von
Geisingen, 1138 dann als "Conradus de Wartenberg". Das Adelsgeschlecht der
Herren von Wartenberg stand in Konkurrenz zu den Grafen von Fürstenberg, die rund 2 Kilometer Luftlinie entfernt auf dem Fürstenberg (912m) ihren Stammsitz hatten. Die Burg bestand vermutlich nur aus seinem ummauerten soliden Wohnturm. Die alte Burg Wartenberg wurde bereits 14. Jahrhundert als zerstört beschrieben, wie man aus Texten des Kloster
St. Georgen im Schwarzwald weiß. Vermutlich steht der Verfall im Zusammenhang mit dem Bau der größeren Burg Neuwartenberg rund 100 Meter weiter östlich auf dem Gipfel des Wartenbergs. Nachdem durch die Verehelichung des Grafen Heinrich II. zu Fürstenberg mit Verena von Freiburg der Wartenberg, deren Mutter Anna von Wartenberg war, fürstenbergisch wurde, entwickelte sich die die neue Burg auf dem Wartberg zu einem bedeutender Mittelpunkt der Verwaltung und Wohnsitz der Fürstenberger. Die Burggemarkung wurde sogar im 15. Jahrhundert aus den Gemarkungen
Geisingen und
Gutmadingen entfernt und erst 1934 wieder nach
Geisingen eingemeindet. Von fast verschwundenen Burg kann man heute noch einen teil der ehemaligen Umfassungsmauer sehen und einen tollen Ausblick über die Baar hinweg in Richtung
Schwarzwald genießen.