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Freiburg | Freiburg im Großherzogtum Baden (1805-1918)

Freiburg im Großherzogtum Baden (1805-1918)

Auf Verlangen Napoleons wurde der Breisgau 1805 von Österreich an das neu geschaffene Großherzogtum Baden abgetreten. Obwohl die Bürger sich anfangs eher Ablehnend gegenüber den neuen Herrschern verhielten, kam Freiburg historisch gesehen wieder zu seinen Wurzeln zurück. Denn die badischen Markgrafen und jetzigen Großherzöge stammten von den Zähringern ab. Dadurch kam die Stadt also nach rund 600 Jahren wieder von einem Zweig des Hauses Zähringen. Da Baden zu Napoleons Verbündeten zählte, war Freiburg während der Freiheitskriege auf Frankreichs Seite, hatte schwere Kontributionen zu leisten und wurde 1813/14 Schauplatz eines Treffens des Kaisers von Österreich, des Zaren und des Königs von Preußen.

Nach der Neuordnung des Magistrats im Jahr 1809 wurde unter anderem das Amt des Oberbürgermeisters eingeführt. Der Einfluss des Adels wurde beschränkt. Ohnehin waren viele Beamten, Adlige und einflussreiche Bürger nach dem Übergang Freiburgs an das Großherzogtum Baden nach Österreich abgewandert. Das seit 1520 geltende "Neu Freiburger Stadtrecht" von Ulrich Zasius (1461-1535) wurde durch das Badische Landrecht abgelöst. Freiburg fiel zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den Status einer kleinen Landstadt zurück. Sogar die Universität musste beinahe ihre Pforten schließen, da der Universitätsstandort Heidelberg in Nordbaden erstmals stärkere großherzogliche Unterstützung erfuhr. Doch 1818 bestätigte der badische Staat, dass die Freiburger Alma Mater erhalten blieb und zum Dank an den amtierenden Großherzog Ludwig hieß sie fortan Albert-Ludwigs Universität. Darüber hinaus wurde Freiburg 1827 zum Sitz eines Erzbischofs bestimmt und das alte Bistum Konstanz wurde aufgelöst.

Im Jahr 1832 erhielt die Stadt eine weitgehende Selbstverwaltung. Ab 1845 war die Schwarzwaldstadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen. In der Revolution von 1848/49 wurde die Stadt Schauplatz heftiger Kämpfe der Aufständischen mit angereisten preußischen Truppen, die letztendlich aufgrund ihrer Übermacht als Sieger aus den Auseinandersetzungen hervorgingen. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm Freiburg einen bedeutenden Aufschwung und wuchs über den alten Festungsring der Vaubanschen Festungszeit hinaus. Mit der Reichsgründung im Jahr 1871 setzte ein Zuzug vor allem aus Norddeutschland ein. Nicht nur Studenten kamen neu an die Freiburger Universität, viele entdeckten die Stadt als Ort, wo man ein "Häusle" bauen kann, um seinen Lebensabend am Rande des Schwarzwalds zu verbringen.

Die kleinen Dörfer Wiehre und Herdern explodierten förmlich. Westlich des Bahnhofs legte man den Stadtteil Stühlinger neu an. Einige Dörfer der Umgebung Freiburgs wurden zwischen 1890 und 1914 eingemeindet, wie z.B. Haslach, Günterstal, Zähringen und Littenweiler. Der Erste Weltkrieg machte dem Großherzogtum Baden und der auflebenden Stadt zunächst ein Ende. Die Nahe Südflanke der Westfront verlief durch die Vogesen und machte Freiburg nicht nur zum Aufmarschgebiet, sondern auch zum großen Lazarett. Sogar mehrere Luftangriffe wurden gegen Freiburg geflogen. Sie blieben allerdings im Vergleich zum folgenden Zweiten Weltkrieg ohne größere Folgen.

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