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Urloffen

Urloffen ist ein Ort in der Rheinebene, nördlich von Appenweier in der Ortenau gelegen. Die Siedlungen Urloffen, Rüchelnheim und Zimmern entstehen während der alemannischen Landnahme im 5. Jahrhundert n. Chr. Rüchelnheim wurde ab dem 6. oder 7. Jahrhundert zu einem fränkischen Verwaltungssitz ausgebaut. Eine Urkunde aus dem Jahr 1150 erwähnt den Ort als "Urlufheim" samt Burg erstmals schriftlich. An die dort genannte Burg erinnert der Turm im heutigen Wappen. Der Stauferkönig Friedrich II. bestätigt 1218, dass das "Hospital St.Jakob und Johannes bei Urloffen" zum Gründungsgut des Klosters Allerheiligen gehört, das Herzogin Uta von Schauenburg gestiftet hat. Ein Straßburger Notar übersetzt 1389 eine lateinische Urkunde, den sog. "Zimmerer Waldbrief", ins Deutsche. Dieses Schriftstück berichtet über die umfangreiche Waldschenkung des Adligen Eppo an das Kirchspiel Zimmern, in dem die Orte Urloffen, Rüchelnheim und Zimmern verbunden sind. Den Freiherren von Schauenburg gehört in jener Zeit das Patronatsrecht der Kirche.

Zubeginn des 15. Jahrhundert wurde vermutlich der Bau des heutigen Gotteshauses in Zimmern begonnen. Zur selben Zeit schnitzt ein unbekannter Künstler das Bildnis der Schmerzhaften Muttergottes, das bis heute den Mittelpunkt einer Wallfahrt darstellt. Die aufrührerischen Bauern aus dem Gericht Appenweier wählen neben zwei anderen Vertretern den Urloffener Bernhand Läugner, um im Lager vor Oberkirch mit den Abgesandten der Stadt Straßburg und des Markgrafen von Baden zu verhandeln. Während des Dreißigjährigen Kriegs brandschatzen Schwedische Truppen das Dorf. In der Mitte des 17. Jahrhunderts ist die Siedlung Rüchelnheim mit Urloffen zusammengewachsen. Der Name des Orte verschwindet damit aus den Akten. Der Ortspfarrer verlegt seinen Sitz von Zimmern an die frühere Rüchelnheimer Kapelle, die jetzt - Johannes dem Täufer und der Hl. Brigida geweiht - den Urloffenern als Gotteshaus dient.

Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges wird St. Martin in Zimmern zerstört und St. Johannes und Brigida schwer beschädigt. Das Ende des 18.Jahrhunderts bringt neue Verarmung und Zerstörung durch die eindringenden französischen Revolutionsarmeen und die Heere des Kaisers, die sich ihnen entgegenstellen. Im Frieden von Preßburg erhält der Markgraf von Baden mit der Ortenau auch Urloffen. An der Hauptstraße wird eine neue große St. Martinskirche im Weinbrennerstil gebaut und an der Stelle der alten Johanniskirche ein imposantes Schulhaus. Verstärkter Ausbau landwirtschaftlicher Sonderkulturen gegen Ende des 19. Jahrhunderts wie Hanf, Zichorie, Tabak und besonders Meerrettich, der im Krempenhandel selbst vermarktet wird, werden die wirtschaftlichen Säulen von Urloffen. Eine Veränderung des Ortsbildes wird durch neue Wohn- und Gewerbegebiete vor rund 30 Jahren eingeleitet. Im Zuge der Kommunalreform schließt sich 1975 Urloffen der Gemeinde Appenweier an.

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