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Freiburg | Rieselanlage Rieselfeld Freiburg

Rieselanlage Rieselfeld Freiburg

Als Rieselfeld bezeichnet man heute einen jungen Stadtteil von Freibrug in Breisgau. Der Name des noch recht jungen Freiburger Stadtteils Rieselfeld leitet sich aus seiner historischen Nutzung ab. Von 1790 bis 1890 stieg die Freiburger Bevölkerung um das Fünffache an. Es entstanden rund um das historische Freiburger Altstadtgebiet neue Straßen und Siedlungen. Während der Stühlinger neu auf freiem Felde neu errichtet wurde, schlossen sich die freien Lücken zwischen der Altstadt und den alten selbstständigen Dörfern Herdern oder Wiehre mit teils prächtigen Villen. Die Entsorgung der entsprechend gestiegenen Abwassermengen über die Fließgewässer wurde vor allem in sommerlichen Trockenperioden unter hygienischen Gesichtspunkten immer schwieriger. Im Jahr 1889 erwarb die Stadt Freiburg daher den Mundenhof bei Umkirch mit dem Ziel, eine Rieselanlage zur natürlichen Abwasserreinigung dort einzurichten. Im Jahr 1891 erfolgte dann bereits die Inbetriebnahme.

Bis 1930 war das Rieselfeld in 25 verschieden große Gewanne mit fast 300 Abteilungen unterteilt, hatte ein rund 20 Kilometer langes Wegenetz und nahm täglich zirka 45.000 Kubikmeter Abwasser aus dem damaligen Freiburger Stadtgebiet auf. Durch die Nutzung der reichlich gedüngten Rieselparzellen als Acker- und Grünland durch das Stadtgut Mundenhof wurden dem Boden wieder kontinuierlich Nährstoffe entzogen. Die abbaubaren Rückstände wurden dadurch in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt. Bis in die 60er Jahre war diese biologische durchdachte Kläranlage im Betrieb. Doch die wachsende Einwohnerzahl in Freiburg sowie die zunehmende Belastung des Abwassers mit Schadstoffen einer modernen Industriegesellschaft, die biologisch im Rieselfeld nicht abbaubar waren, machten eine neue Abwasserbehandlung notwendig. Mit den Umlandgemeinden Freiburgs wurde schließlich der Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht gegründet, der bereits 1980 zwei Drittel der Abwässer Freiburgs in der neuen Großkläranlage in Forchheim aufnahm. Erst im Jahr 1985 wurde der Rieselbetrieb im Rieselfeld endgültig eingestellt.

Während Ende des 19. Jahrhunderts Freiburg ein großes Problem mit seinem Abwasser hatte, wurde gegen Ende des 20. Jahrhunderts Baufläche und Wohnraum knapp und ein zentrales politisches Thema der Breisgaumetropole. Daher beschloss der Freiburger Gemeinderat 1991 rund 78 Hektar Fläche im Osten des Rieselfeldes als Baufläche auszuweisen, auf der Wohnraum für bis zu 14.000 Menschen entstehen sollte. Als Ausgleich für die Bebauung wurde auf der verbleibenden Fläche eine Vielzahl von ökologischen Maßnahmen durchgeführt, um den hohen ökologischen Wert der verbleibenden Flächen im Rieselfeld zu erhalten.

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