Mühle Oberreute
Bei der ehemaligen Mühle in Oberreute, heute Teilort der Gemeinde Reute im Breisgau, handelt es sich um eine abgegangene herrschaftliche Mühle. Das Wasser für den Mühlenbetrieb kam von der Glotter. Bereits im frühen 19. Jahrhundert wurde der eigenständige Mahlbetrieb im Zuge von Strukturveränderungen der lokalen Güter eingestellt. Das Anwesen wurde in die normalen bäuerlichen Strukturen des Dorfes Oberreute integriert, weshalb das originale Mühlengebäude heute nicht als eigenständiges Denkmal überdauert hat.
Das geschichtlich bedeutendste Ereignis dieser Mühle ist die außergewöhnliche Biografie von Philipp Caspar aus Oberreute im 18. Jahrhundert: Am 1. Mai 1736 wurde Philipp Caspar als Sohn des damaligen Oberreutemer Müllers geboren. Da die Mühle zu jener Zeit wirtschaftlich kaum noch genug abwarf, wuchs die Familie in großer Armut auf, und der neunjährige Philipp musste als Schweinehirte arbeiten. Mönche des Zisterzienserklosters Tennenbach nahe Emmendingen erkannten seine Intelligenz. Sie ermöglichten ihm den Besuch der Klosterschule und ein Studium an der Universität Freiburg. Unter dem Namen Karl Caspar stieg er schließlich im Jahr 1782 zum 41. Abt des Klosters Tennenbach auf und ging als "Erhalter des Klosters" vor dessen Säkularisation in die Regionalgeschichte ein.
Das geschichtlich bedeutendste Ereignis dieser Mühle ist die außergewöhnliche Biografie von Philipp Caspar aus Oberreute im 18. Jahrhundert: Am 1. Mai 1736 wurde Philipp Caspar als Sohn des damaligen Oberreutemer Müllers geboren. Da die Mühle zu jener Zeit wirtschaftlich kaum noch genug abwarf, wuchs die Familie in großer Armut auf, und der neunjährige Philipp musste als Schweinehirte arbeiten. Mönche des Zisterzienserklosters Tennenbach nahe Emmendingen erkannten seine Intelligenz. Sie ermöglichten ihm den Besuch der Klosterschule und ein Studium an der Universität Freiburg. Unter dem Namen Karl Caspar stieg er schließlich im Jahr 1782 zum 41. Abt des Klosters Tennenbach auf und ging als "Erhalter des Klosters" vor dessen Säkularisation in die Regionalgeschichte ein.


