Litschgi-Kanal
Der Litschgi-Kanal ist ein abgegangener Flößerkanal und historische Wasserstraße im Breisgau, die in den Jahren 1715 bis 1716 im Auftrag der österreichischen Regierung errichtet wurde. Der Kanal diente der Holzflößerei aus dem Südschwarzwald zur damaligen Festung Breisach. Der Krozinger Handelsmann Johann Franz Litschgi (1690-1753) war der Erbauer des Flößerkanals, denn er leitete im 18. Jahrhundert die Holztransporte für die österreichische Verwaltung im Breisgau. Der künstliche Kanal wurde auf der Gemarkung von Hausen an der Möhlin angelegt und nutzte das Wasser des Flusses Möhlin. Die ehemalige Strecke des Litschgi-Kanals einspricht heute dem ungefähren der heutigen Bundesstraße 31 in Richtung Breisach. Bereits im Jahr 1744 wurde der Flößerkanal zusammen mit einem dazugehörigen Kanalhäuschen durch ein verheerendes Hochwasser der Möhlin komplett zerstört und danach nicht wieder aufgebaut. Entlang der Bundesstraße B31 sind an einigen Stellen für das geübte Auge noch Geländespuren des ehemaligen Kanalbetts sichtbar. Vom einstigen Kanalhäusle existiert noch ein historischer Wappenstein der Familie Litschgi. Dieser wurde von Bürgern gerettet und ist in Hausen ausgestellt.