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Alemannisch | Händ un Fieß hornigle

Händ un Fieß hornigle

"Häsch kalti Händ un kunsch in d` Wärmi, deno duets di hornigle", erklärt man Kindern im Winter, wenn Bub oder Mädle sich mit Schmerz verzerrtem Gesicht die kalten Handschuhe von den Händen ziehen. Der dem Verb "hornigle" zugrunde liegende alte alemannische Monatsname "Hornig" oder "Hornung" für Februar ist wohl den wenigsten Südbadnern noch geläufig, im Gegensatz zu den alemannischen Schweizern. Vermutlich stammt der Name für den Wintermonat Februar vom germanischen Wort "hurna" für "Horn" ab. Als die wildlebenden Tiere noch eine größere Bedeutung für den Menschen hatten, war der Februar die Zeit der Hörner- oder Geweihabstoßung des Wildes. Daher übertrug sich die Gegebenheit auf die Jahreszeit bzw. auf den Kalendermonat. Allerdings wurde im deutschen Sprachraum bereits im ausgehenden Mittelalter der germanische Monatsname vom römischen Februar abgelöst. Februar leitet sich vom lateinischen Wort "februare" für "reinigen" ab. Bei den Römern endete mit dem Februar das alte Jahr und mit dem ersten März begann das Neue. Im Alemannischen steckt das "Horn" aus "Hornig" in verschiedenen Wörtern. Wenn man "hornigle" tut, dann schmerzen einem die Finger vor Kälte. Als "Horni" bezeichnet man das Gehörn. Der "Hornichäfer" bzw. der "Hornibock" ist der alemannische Hirschkäfer und die "Hornausle" ist die Hornisse.
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