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Wissen | Koebele Albert

Koebele Albert

Albert Koebele wurde am 28. Februar 1853 in Siensbach, heute ein Ortsteil von Waldkirch im Breisgau, geboren. Als Kind wuchs in bescheidenen Verhältnissen als Zweitältester von insgesamt sechzehn Geschwistern im Südschwarzwald auf, wo sein Vater Gastwirt war und Landwirtschaft betrieb. Schon früh interessierte er sich für die Natur, insbesondere für Insekten. Aber sein Vater brachte ihn nach Freiburg, wo er eine Lehre als Hutmacher absolvieren sollte. Weil ihm dieser Beruf nicht lag und auch nichts mit seiner Leidenschaft zu tun hatte, schickte sein Vater ihn schließlich zu einem Verwandten nach New York. Dieser hatte großes Verständnis für den Forscherdrang des jungen Mannes und sorgte dafür, dass Albert Koebele dem Direktor des Landwirtschaftlichen Versuchswesens bei der Washingtoner Regierung, dem bekannten amerikanischen Entomologen Charles Valentine Riley vorgestellt wurde. Dieser stelle ihn dann als seinen Assistenten ein.

Seine Aufgabe bestand anfangs in der Präparation von Rileys Fängen und der Aufzucht von Versuchstieren. Im Jahr 1880 bekam er die US-Staatsbürgerschaft, zwei Jahre später wurde er zum Amerikanischen Staatsentomologen mit Dienstsitz in Washington D.C. ernannt. Im Jahr 1885 trat in Kalifornien und anderen Weststaaten der USA die Weiße auf, ein Schädling, der aus Australien eingeschleppt worden war und der die dortige Ernte von Orangen und Zitronen völlig vernichtete. Um Möglichkeiten zur Bekämpfung der Schildlaus zu erforschen, wurde Koebele zum California State Board of Horticulture in Alameda, Kalifornien versetzt. Auf einer Forschungsreise nach Australien im Jahre 1888 fand er die Marienkäferart Rodolia cardinalis, ein natürlicher Gegner der Wollschildlaus. Der deutsche Insektenforscher riet aufgrund von Untersuchungen, die er nun in Australien durchgeführt hatte, den Marienkäfer Rodolia Cardinalis nach Kalifornien zubringen. Dort wurde er zunächst in Laboratorien gezüchtet und dann in Massen freigesetzt. Innerhalb von wenigen Jahren nahm der Schädlingsbefall so stark ab, dass in der Folgezeit keine nennenswerte Beeinträchtigung der Ernteerträge zu verzeichnen war. Er führte dann auch eine Schlupfwespenart aus Australien in die USA ein, mit der Napfschildläuse bekämpft wurden.

Im Jahr 1893 gab Koebele seine Stellung als Staatsentomologe auf und arbeitete forthin beim Hawaii Board of Agriculture and Forestry in Honolulu. Seine Methode setzte er dort gegen die Kaffeeschildlaus, eine Verwandte der Wollschildlaus ein, die er mit einer anderen Marienkäferart bekämpfen konnte. Während der Jahre auf Hawai erforschte auf der Inselwelt des Stillen Ozeans Schädlinge, die dort in Massen auftraten. Forschungsreisen führten ihn abermals nach Australien, nach Ceylon, Japan, auf die Fidschi-Inseln, Mexiko und in das Kaiserreich China. Koebele war korrespondierendes Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Gesellschaften, so unter anderem bei der Brooklyn Entomological Society und der California Academy of Sciences. Im Jahr 1908 kehrte Koebele aus gesundheitlichen Gründen nach Deutschland zurück und ließ sich nahe seinem Geburtsort - in Waldkirch nordöstlich von Freiburg im Breisgau - nieder. Dort arbeitete er als privater Forscher und Berater für die Hawaiian Sugar Planters Association. Albert Koebele starb am 28. Dezember 1924 in Waldkirch.

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